Im Jahr 1925 suchten der Unterdiakon Alois Weber aus Nürnberg und sein Glaubensbruder Friedrich Kranz in Fürth nach Menschen, die sich für den neuapostolischen Glauben interessierten.
Die ersten Gottesdienste fanden in Nürnberg in der Dallinger Straße statt, bis in Fürth die erste Versammlungsstätte im Gasthof „Passauer Hof“ in der Nürnberger Straße gefunden wurde.
In dieser Zeit stand Priester Lorenz Hohlweg, der Vater des späteren Bezirksevangelisten Fritz Hohlweg, der kleinen Schar vor. Am 30. Januar 1927 vertraute man Unterdiakon Alois Weber das Priesteramt an und setzte ihn gleichzeitig als ersten Vorsteher für die Gemeinde Fürth ein. Zu diesem Zeitpunkt zog die Gemeinde in ein Lokal in der Hirschenstraße. 1929 bezog die Gemeinde ein Lokal bei „Woolworth“ in der Schwabacher Straße und 1930 in der Nürnberger Straße 35.
Als Vorsteher der Gemeinde Fürth trat der im Dezember 1930 zum Priester ordinierte Friedrich Kranz die Nachfolge von Alois Weber an. Er empfing am 30. September 1934 das Amt des Hirten. 1937 stand wieder ein Umzug an, die Gemeinde zog in das „Kino" in der Nürnberger Straße 5. Dieses Kino wurde bei einem Bombenangriff im Jahre 1944 zerstört. Darauf gewährte die „Adventgemeinde“ eine Unterkunft in ihrem Lokal in der Pickertstraße 2. Nach Kriegsende folgte eine lange Suche nach einer geeigneten Versammlungsstätte, die dann 1949 in einem Geschäftsraum in der Gebhardtstraße 41 gefunden wurde. Die Gemeinde wuchs beständig weiter und die räumlichen Verhältnisse wurden erneut knapp.
Am 1. Januar 1952 bildeten 45 Mitglieder die neue Gemeinde Fürth-West (später Fürth-Hasensprung) mit Evangelist Friedrich Auer als erstem Vorsteher. 1955 zog die Gemeinde in die Fürther Freimaurerloge. Hirte Friedrich Kranz wurde am 18. Dezember 1955 in den Ruhestand versetzt; Friedrich Auer übernahm als Hirte die Leitung der Gemeinde Fürth. Am 20. März 1957 wurde Hans Rösler zum Evangelisten ordiniert und als Vorsteher in Fürth-West eingesetzt, wodurch Hirte Friedrich Auer entlastet wurde.
Durch das Engagement der Amtsträger und Glaubensgeschwister entstanden weitere Gemeinden in Streitberg, Neustadt a. d. Aisch, Bad Windsheim, Langenzenn, Wilhermsdorf, Großhabersdorf und Zirndorf.
Am 2. November 1957 zog die Gemeinde endlich in ihr eigenes Kirchengebäude mit 650 Sitzplätzen in der Kaiserstraße 74 ein. Bezirksapostel Eugen Startz leitete den Weihegottesdienst.
Hirte Friedrich Auer wurde mit dem Erreichen der Altersgrenze am 16. Juni 1991 von Bezirksapostel Karl Kühnle in den Ruhestand versetzt. In diesem Gottesdienst empfing Evangelist Lothar Guhl den Auftrag, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen.
Am 14. November 2010 vereinte Apostel Dieter Prause die beiden Fürther Gemeinden in der Kaiserstraße. Evangelist Andreas Dignal empfing den Auftrag, den zusammengeführten Gemeinden als Vorsteher zu dienen. Der bisherige Vorsteher, Evangelist Lothar Guhl, erhielt den Auftrag, zukünftig der Gemeinde Erlangen vorzustehen.
2015 begann eine umfassende Umgestaltung der Kirche, die eine Küche, einen Mehrzweckraum und einen Aufzug erhielt und damit barrierefrei wurde.
Den Wiederbezugsgottesdienst feierte die Gemeinde am 27. November 2016 mit Apostel Dieter Prause. Die offizielle Einweihung fand am 28. Januar 2017 mit Bezirksvorsteher Dieter Bossert, Architekt Manz und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung statt."
Im Jahr 2025 feiert die Gemeinde ihr 100-jähriges Bestehen.