Anlässlich der Weihe der neu erbauten Neuapostolischen Kirche im Herzen der Nürnberger Altstadt veranstaltete die Gemeinde Nürnberg-Mitte am Samstag, 06.12.2025 einen feierlichen Festakt.
Eine Woche nach der Weihe der Neuapostolischen Kirche Nürnberg-Mitte öffnete die Gemeinde die Türen für die Öffentlichkeit und veranstaltete einen besonderen Festakt zur Würdigung der neuen Kirche.
Rund 270 Gäste erlebten einen besonderen Nachmittag voller Musik und Gemeinschaft. Chor, Orchester, Jugend- und Kinderchor sowie ein Flötenensemble sorgten für eine festliche Atmosphäre. Gemeindeleiter Priester Andreas Meder begrüßte die Gäste herzlich und führte durch das Programm.
Unter den Anwesenden waren Vertreter der Kirchenleitung, der Stadt Nürnberg, des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK), die verantwortlichen Architekten sowie zahlreiche engagierte Mitwirkende und Baubeteiligte.
Priester Harald Rösler präsentierte die lebendige Chronik der Gemeinde: Von der Gründung im Jahr 1954 über die erste Kirchenweihe 1960 bis hin zum starken Wachstum in den 1960er-Jahren. Bereits 1964 zählte die Gemeinde rund 700 Mitglieder. Ein Höhepunkt jener Zeit war der Besuch von Stammapostel Walter Schmidt, der einen Gottesdienst mit über 1000 Teilnehmern feierte.
Spannende archäologische Funde vor Baubeginn gaben Einblicke in die Geschichte des Ortes und verlängerten die Bauzeit – ein Detail, das den Neubau noch bedeutsamer macht.
Die Architekten Ulrich Manz und Manuel Sell berichteten nicht nur über die Planung, sondern brachten ihre Begeisterung für das fertige Werk zum Ausdruck. Sie betonten, dass die Kirche nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch akustisch. Die Klarheit und der Klang der Musik unterstreichen die besondere Atmosphäre des Gebäudes, was bei den Vorträgen von Chor, Solisten und Orchester beeindruckend wahrnehmbar war.
Eine Kirche zu planen und zu bauen ist kein alltägliches Projekt. Das Team machte sich nicht nur Gedanken über Formen und Funktionen, sondern auch über die Wirkung des Gebäudes. Außen präsentiert sich die Kirche selbstbewusst und hebt sich vom Stadtbild ab. Innen schaffen der Altar aus regionaler „Nürnberger Terrakotta“ und die harmonische Farbgestaltung einen starken Bezug zur Region.
Trotz technischer Herausforderungen entstand ein zweigeschossiges Gebäude mit Blick auf die Pegnitz – ein Symbol für Gemeinschaft und das, was gemeinsam erreicht werden kann. Viele Steine lagen dem Bauwerk im Weg, die man gemeinsam - trotz verschiedener Gewerke, vielfältiger Menschen mit unterschiedllichsten Gesinnungen - aber in demütiger Haltung aus dem Weg räumen konnte. Diese Grundhaltung – geprägt von der Bereitschaft, einander zu dienen – trug maßgeblich zum Gelingen bei.
Das Ergebnis ist ein Ort der Ruhe, der sich bewusst in den Dienst der spirituellen Atmosphäre stellt.
Die Gemeinde würdigte die Arbeit der Architekten und aller beteiligten Handwerker mit langem Applaus.
Die Gemeinde Nürnberg-Mitte zählt aktuell rund 410 Mitglieder und 25 Amtsträgerinnen und Amtsträger. Sie lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen, die Unterricht, Musik und Organisation gestalten. Hier finden Menschen Hoffnung, Gemeinschaft und Glauben.
Bischof Marco Metzger würdigte in seinem Grußwort die neue Kirche als „Ort der Geborgenheit und des Miteinanders, offen für alle Besucher“. Er hob die ökumenische Verbundenheit hervor und dankte allen Beteiligten – von den Architekten über die Handwerksbetriebe bis hin zur Gemeinde.
Mit einem Dankgebet bat er um Gottes Segen für die Gemeinde und alle Anwesenden. Zum Abschluss lud Andreas Meder zu einem gesegneten Advent und einem gemeinsamen Empfang ein, bei dem die Gäste das neue Kirchengebäude besichtigen konnten.
Den Bericht zum Festgottesdienst am 30.11.2025 finden Sie hier: Link zum Gottesdienstbericht
Bericht zum Kirchenneubau auf historischem Grund: Link zum Bericht
Text: Edelgard Thierfeld/ Maik Heißer
Fotos: Diethard Grießhammer/Frank Thierfeld