Am Sonntag, 06.08.2023 feierte Apostel Arne Herrmann mit der Gemeinde Nürnberg-Mitte (Längenstraße) einen Gottesdienst und beauftragte Priester Andreas Meder als stellvertretenden Gemeindevorsteher.
Die Gemeinde Hersbruck war zu diesem Gottesdienst eingeladen. Die Gemeinden Fürth, Zirndorf und Nürnberg-Ost waren durch Internet-Livestream mit angeschlossen.
Der Predigt des Apostels lag das Bibelwort aus: Markus 7, 37 zugrunde:
„Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden“.
Herzlich begrüßte Apostel Herrmann alle Gottesdienstteilnehmer und brachte seine Dankbarkeit zum Ausdruck, dass die Gemeinde Nürnberg-Mitte heute einen neuen stellvertretenden Gemeindevorsteher bekommen soll. In den Mittelpunkt rückte er das Gedenken an ✝Jürgen Mayer, Evangelist der Gemeinde Nürnberg-Mitte und seinerzeit Stellvertreter des Gemeindevorstehers. Er zog am 07.08. vor einem Jahr ganz plötzlich aus dem engen Kreis der Familie und dem Kreis der Gemeinde in die Ewigkeit. Doch es gehe weiter, so der Apostel, es gäbe keinen Stillstand, Gott werde sein Werk vollenden. Das sei unsere Hoffnung und Zuversicht – gemeinsam mit der Ewigkeitsgemeinde.
Er hat alles wohl gemacht
Der Apostel nahm Bezug auf das Bibelwort: Jesus hat damals ein Heilungswunder vollbracht: Er nahm sich eines Mannes an, der nicht reden konnte und hat ihn gesund gemacht. Die gläubigen Juden wussten in diesem Moment, dass der Heiland gekommen ist. In diesen Moment waren viele begeistert, doch manche haben trotz des Wunders nicht daran geglaubt.
Manchmal blind, taub oder stumm
In manchen Situationen, wenn beispielsweise Krankheit, Trauer oder eine Sackgasse vor uns steht, fragen wir uns, wo Gott ist. Dann sind wir blind im Glauben. Mitunter sind wir mit uns so beschäftigt, dass wir gar nicht mitbekommen, was mit unserem Nächsten los ist. Wir können Gott darum bitten, dass wir nicht blind werden für solche Dinge.
Oft sind wir auch taub: Wir hören so viel an Informationen, die wir nicht mehr verarbeiten können. Wir verlernen, anderen zuzuhören und sind taub für die Not des Nächsten. Wir können aber darum bitten, dass Jesus unsere Ohren öffnet, damit wir wieder ein Ohr für andere haben.
Mitunter sind wir auch stumm: Gerade in Lebenssituationen wo wir etwas sagen und Stellung beziehen sollten, bleiben wir stumm. Jesus ist uns ein großes Vorbild, zur rechten Zeit etwas zu sagen, wo z.B. Ungerechtigkeit herrscht. Auch hier können wir Jesus um Kraft und Mut bitten, die rechten Worte zu finden.
Bezirksvorsteher Richard Bauer aus dem Bezirk Erlangen/Würzburg brachte in einer weiteren Wortverkündigung seine Empfindung zum Ausdruck, dass dieser Gottesdienst ein mutmachendes Wirken des Heiligen Geistes sei. Gott möge uns den Mut geben, unseren Weg zu gehen.
Der Apostel habe mit uns einen Blick in die Welt des Geistes getan mit der Feststellung, dass es weiter gehe. Das macht Mut. Wir wollen uns weiter entwickeln und nicht stillstehen. Vor Stillstand können wir uns bewahren, wenn wir uns aufmachen, ins Haus Gottes gehen, sein Wort hören und es umsetzen.
Ernennung zum stellvertretenden Gemeindevorsteher
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel Herrmann Priester Andreas Meder an den Altar. Er verdeutlichte ihm, dass er nicht allein sei. Der Herr sei der Rufende und gebe ihm Kraft und Segen. Er möge seinem Vorsteher ein rechter Helfer sein und solle „kein Blatt zwischen sie kommen lassen“, so der Apostel. Er bedankte sich für seine Bereitschaft und ernannte Priester Andreas Meder zum stellvertretenden Gemeindevorsteher der Gemeinde Nürnberg-Mitte. Er wünschte ihm Einssein mit seinem Gemeindevorsteher Hirte Harald Rösler, viel Gotterleben, Freude, Segen und dass der Herr ihn stets begleiten möge.
Text: Edelgard Kawal
Bilder: Diethard Grießhammer