Apostel Arne Herrmann feierte am 10. November 2024 den Gottesdienst in der Kirche Nürnberg-Ost.
Zu diesem Gottesdienst eingeladen waren auch die Gemeinden Altdorf, Feucht, Hersbruck, Lauf und Nürnberg-Südwest.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Johannes 14, Vers 1 zugrunde:
"Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!"
Der Chor, gebildet aus den Sängerinnen und Sängern aller Gemeinden, trug zu Beginn des Gottesdienstes das Lied: Ich glaube an den Vater… vor. Gleich zu Anfang der Predigt bedankte sich der Apostel für dieses Glaubensbekenntnis, in gesungener Form vorgetragen. Er sprach davon, dass im nächsten Jahr das Nizänische Glaubensbekenntnis sein 1.700-jähriges Bestehen feiern kann. Ein Wunder der Beständigkeit, aber auch ein Wunder der Wirksamkeit Heiligen Geistes. „Wir vertrauen darauf, dass uns der Heilige Geist auch in Zukunft das offenbart, was wir wissen müssen.“ sagte der Apostel dazu.
Predigt zu dem vorgelesenen Bibelwort
„Was bedeutet Erschrecken?“ Er sprach dazu die Kinder an und erzählte von seiner Kindheit. Wenn er in der Dunkelheit seltsame Geräusche vernommen habe, war die Furcht präsent. Er rief nach seinen Eltern, sie sprachen mit ihm und schon war die Furcht und das Erschrecken vorbei, schilderte er die Situation.
Auch den Jüngern war die Aussage von Jesus, dass er leiden und sterben würde, nicht verständlich und erschreckte sie, erläuterte der Apostel. Er erklärte den Hintergrund für das Erschrecken der Jünger. Im Judentum der damaligen Zeit war das Gottesbild anders geprägt als heute. Gott war für die Menschen der strafende Gott. Wem es auf Erden nicht gut ging, wer Leiden erdulden musste, der musste gesündigt haben und Gott bestrafte ihn dafür. Dass Jesus leiden und sterben sollte, passte nicht in das Bild der Jünger, denn er war in den Augen der Jünger sündlos. Daher war das Erschrecken groß, als Jesus von seinem Leiden und Sterben sprach. Auch hatten die Menschen der damaligen Zeit andere Erwartungen an den Messias. Der Messias sollte Israel befreien und ein neues Königreich aufrichten. Diese Hoffnung würde mit dem Tod Jesu nicht mehr erfüllt werden können. Jesus lehrte die Menschen ein anderes Gottesbild aber die Jünger waren noch sehr in dem alten verhaftet.
„Leid und Elend sind keine Zeichen für Gottferne oder Gottes Bestrafung“, sagte der Apostel ganz deutlich dazu. Viele Menschen, auch in heutiger Zeit, erleben Erschreckendes. Gott, der kein strafender, sondern der barmherzige Gott ist, gibt immer die Zusage des Trostes und des Naheseins.
Gottes Pläne versus Menschliche Pläne
Gottes Pläne passen nicht immer mit den menschlichen Plänen und Erwartungen überein, daher gibt es auch in heutiger Zeit manches Erschrecken – Zum Beispiel, wenn man auf die vielen negativen Ereignisse in der Welt schaut. Die Botschaft von Jesu lautet: „Euer Herz erschrecke nicht, vertraut mir, ich gebe euch Gnade und Kraft!“
Co-Predigt
Nach einem weiteren Chorvortrag wandte sich der Bezirksvorsteher Jürgen Kleinschrodt an die Gemeinde. Er sagte, dass er es als wohltuend empfand von der großen Liebe und Fürsorge Gottes zu hören. Er zitierte aus der Bibel: „Ich bin bei euch alle Tage“ und gab den Rat, die Kraft aus dem Gottesdienst mit in den Alltag zu nehmen.
Sündenvergebung und Heilige Versiegelung
Nach der Sündenvergebung traten fünf Elternpaare mit ihren Kleinkindern vor den Altar. Nach der Ansprache des Apostels an die Eltern, spendete er das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Anschließend erfolgte die gemeinsame Feier Heiligen Abendmahls. Danach gab es noch Handlungen, die den Amtsträgerkreis betrafen.
Veränderungen im Amtsträgerkreis
Diakon Andreas Krauss aus der Gemeinde Nürnberg-Ost empfing das Priesteramt.
Hirte Philipp Prause und Priester Thomas Schmidt, Vorsteher beziehungsweise stellvertretender Vorsteher in den Gemeinden Nürnberg-Ost und Feucht, wurden von der Zuständigkeit für die Gemeinde Feucht entlastet. Neuer Vorsteher für die Gemeinden Altdorf und Feucht ist nun der bisherige Vorsteher der Gemeinde Altdorf, Priester Christian Schmidt. Die Entlastung beziehungsweise Beauftragung geschieht auch vorbereitend für die anstehende Fusion der Gemeinden Altdorf und Feucht.
Der Apostel dankte für alle Arbeit in der Vergangenheit und für die Bereitschaft, eine neue, oder zusätzliche Aufgabe zu übernehmen.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet.
Anschließend hatten die Gottesdienstbesucher noch die Möglichkeit, sich persönlich von Apostel und Bezirksämtern zu verabschieden.
Text – Marita Münster
Fotos – René Aumüller