Beim Gottesdienst in Ansbach lenkte Apostel Arne Herrmann den Blick der Gemeinde auf das Wesentliche: Wer Jesus Christus folgt, gewinnt eine Perspektive, die über das Irdische hinausreicht. Zudem wurde Priester Enrico Göhlmann als stellvertretender Gemeindeleiter für Ansbach und Bad Windsheim beauftragt.
„Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“
Mit diesem Bibelwort aus Johannes 6,66-69 stellte Apostel Arne Herrmann beim Gottesdienst in Ansbach die Frage nach den Prioritäten im Leben in den Mittelpunkt. Seine Botschaft: Gott ist im Gottesdienst ganz nah. Er möchte Kraft schenken, verändern und den Blick auf das Wesentliche lenken.
Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Apostel Herrmann die Gemeinde daran, dass Gott im Gottesdienst gegenwärtig ist. Er wolle den Menschen nahe sein, Kraft schenken und Veränderung schaffen. Diese Nähe Gottes dürfe jeder Gläubige persönlich erfahren.
Mit Blick auf das Bibelwort erklärte der Apostel, dass Jesus seine Zuhörer zu einem Perspektivwechsel einlädt: weg vom rein Irdischen und hin zum Ewigen. Viele Jünger hatten sich damals von Jesus abgewandt, weil sie seine heilbringende Botschaft nicht verstanden und sich an vermeintlich irdischen Aussagen störten.
Doch eines habe sich nicht geändert: Jesu Liebe zu den Menschen bleibt bestehen. Auch heute wenden sich Menschen aus unterschiedlichsten Gründen vom Glauben oder von der Kirche ab. Dennoch bleiben sie willkommen. Christen seien aufgerufen, die Beziehung zu diesen Menschen nicht abreißen zu lassen, sondern ihnen weiterhin mit Liebe und Wertschätzung zu begegnen.
Viele Jünger hatten sich von Jesus abgewendet. Als Jesus die zwölf übriggebliebenen Jünger fragte: „Wollt ihr auch weggehen?“, bekannten sich diese bewusst zu ihm. Sie hatten erkannt, dass Jesus mehr zu bieten hat als alles Irdische. Für Christen bedeute dies nicht, die Herausforderungen des Alltags zu ignorieren. Vielmehr gehe es darum, die Prioritäten richtig zu setzen und Jesus Christus im Mittelpunkt des Lebens zu halten.
Apostel Herrmann griff auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf. Viele Menschen lebten heute so, als würde das irdische Leben kein Ende nehmen. Selbstoptimierung und Langlebigkeit seien zentrale Themen unserer Zeit. Die Gefahr bestehe darin, dass Alter und Vergänglichkeit als Bedrohung wahrgenommen werden.
Der Glaube an Jesus Christus schenke dagegen eine andere Perspektive. Wer auf seine Liebe vertraut, könne den Blick auf das Ewige richten und werde frei von dem Druck, sich ständig selbst verbessern zu müssen.
In seinem Predigtbeitrag stellte Bezirksvorsteher Jürgen Kleinschrodt die Frage: „Zu welcher Gruppe wollen wir gehören? Zu denen, die weggehen, oder zu denen, die bleiben? Warum sind wir da?“
Die Antwort der Gläubigen könne lauten: Wir haben geglaubt und erkannt, dass Gott unser Heil will. Er ist Liebe. Sich immer wieder bewusst zu machen, was die Liebe des Schöpfers ganz persönlich bedeutet, stärke den Glauben und die Beziehung zu Gott.
Zum Abschluss des Gottesdienstes beauftragte Apostel Arne Herrmann Priester Enrico Göhlmann als stellvertretenden Gemeindeleiter der Gemeinden Ansbach und Bad Windsheim. Er unterstützt künftig Gemeindevorsteher Priester Bernhard Zeschko in beiden Gemeinden.
Die Vorsteher der Neuapostolischen Kirche üben ihre Aufgabe ehrenamtlich aus. Sie leiten zahlreiche Gottesdienste und tragen Verantwortung für die seelsorgerische Begleitung sowie für organisatorische Aufgaben in ihren Gemeinden.
Zum Gottesdienst eingeladen waren auch die Jugengendbetreuer aus dem Kirchenbezirk Nürnberg, bei den sich Apostel Herrmann nach dem Gottesdienst für ihre Arbeit bedankte.
Text und Bilder: Maik Heißer