Ökumenischer Traugottesdienst verbindet Gemeinden und Herzen Ein besonderer Traugottesdienst in der evangelischen Kirche Eschenau brachte Mitglieder der evangelischen Gemeinde Eckental und der neuapostolischen Gemeinde Lauf zusammen. Im Mittelpunkt stand ein Wort, das den Tag prägte: Agape – die selbstlose, bedingungslose Liebe.
Zu einem festlichen und zugleich bewegenden Traugottesdienst waren am Samstag, den 16. Mai 2026, die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Eckental sowie der neuapostolischen Gemeinde Lauf eingeladen. Unser Bruder Daniel Hofmann und seine Frau Laura empfingen in der evangelischen Kirche Eschenau den Segen Gottes für ihren gemeinsamen Lebensweg.
Bereits der Rahmen dieses Gottesdienstes machte deutlich, dass hier etwas Besonderes geschah: Der evangelische Pastor der Gemeinde Eckental und der Priester der neuapostolischen Kirche Lauf standen Seite an Seite am Altar und dienten gemeinsam. So wurde der Gottesdienst auch zu einem sichtbaren Zeichen christlicher Verbundenheit über Konfessionsgrenzen hinweg.
Ausgangspunkt der Predigt war der Wunschvers des Brautpaares aus Römer 13,8:
„Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.“
Dieser Bibelvers zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Gottesdienst. Der Pastor griff den Gedanken auf, dass es im Deutschen nur ein Wort für Liebe gibt, während das Altgriechische mehrere Begriffe kennt. Besonders hob er den Begriff Agape hervor – die uneigennützige, bedingungslose und aufopfernde Liebe. Mit einem eindrücklichen Bild ermutigte er das Brautpaar: „Hört nie auf, den anderen zu lieben. Sagt nicht zur Monatsmitte: Jetzt habe ich genug geliebt – das reicht bis zum Monatsende. Bleibt euch nichts schuldig!“
Immer wieder wurde dabei der Blick auf Gottes Liebe gelenkt, die uns täglich neu und ohne Bedingungen geschenkt wird.
Musikbeiträge und gemeinsam gesungene Lieder gaben dem Gottesdienst eine feierliche und zugleich herzliche Atmosphäre. Auch der Priester der neuapostolischen Kirche wandte sich persönlich an das Brautpaar, unterstrich die Gedanken der Predigt und gab Daniel und Laura ermutigende Worte für ihren gemeinsamen Weg mit.
Dabei beschrieb er die beiden als warmherzig und gastfreundlich, als Menschen mit vielen Gemeinsamkeiten – sogar mit „ähnlichen“ Berufen. Mit einem augenzwinkernden Vergleich brachte er es auf den Punkt:
„In einer Ehe braucht es manchmal jemanden aus dem OP und jemanden, der dafür sorgt, dass man nicht untergeht.“
Nach dem Aufstecken der Ringe, dem gemeinsamen Gebet und der Segnung des Paares – „jemanden segnen bedeutet, ihn in den Lichtkegel Gottes zu stellen“ – versammelte sich die Festgemeinde vor der Kirche. Dort bildeten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein feierliches Spalier.
Die Gemeinde wünscht Daniel und Laura von herzen eine glückliche Ehe, Agape, Gottes Nähe und seinen reichen Segen auf all ihren Wegen.
Text: C. M.
Fotos: R. W. sowie vom Brautpaar freigegebene Aufnahmen