100 Jahre gelebter Glaube, Gemeinschaft und Hoffnung - am letzten Sonntag im Kalender- und Jubiläumsjahr durften die Gemeinde Fürth den Gottesdienst mit Bischof Marco Merzger, Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg erleben.
Zu Gottesdienstbeginn sang die versammelte Gemeinde das Lied aus dem Neuapostolischen Gesangbuch: "Lobet den Herren alle, die ihn ehren."
Als Grundlage für diesen Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Psalm 103, Vers 2:
Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.
Der Schwerpunkt des Gottesdienstes lag darin, unseren himmlischen Vater zu loben und zu preisen – wie es bereits im Bibelwort und im Eingangslied anklingt.
Der Friede im Herzen ist so wichtig. Im Gottesdienst dürfen wir diesen Frieden erfahren – einen Frieden, der nicht von menschlicher Stärke abhängt, sondern von Gottes Nähe. Gott schenkt uns seinen göttlichen Frieden, der tröstet, heilt und Hoffnung gibt. Dieser Friede trägt uns auch dann, wenn um uns herum Unruhe herrscht. Das gibt uns Grund, unserem himmlischen Vater zu danken und ihn zu loben. Das sollte der Schwerpunkt des letzten Gottesdienstes im Jahr sein.
Das „Hohe Lied der Barmherzigkeit Gottes“ wird dem Psalmsänger David zugeschrieben. Er nahm sich Zeit, niederzuschreiben, wofür er danken und den Herrn loben möchte.
Der Bischof erinnerte daran, dass unser Jahresmotto für 2025 lautet:
„Es ist Zeit, Gutes zu tun!“
Es ist Zeit, innezuhalten und sich zu fragen, wie wir miteinander umgehen. In einer Welt, die oft laut, schnell und fordernd ist, können auch kleine gute Taten Großes bewirken. Ein freundliches Wort, ein offenes Ohr oder eine helfende Hand können mehr verändern, als wir denken.
Wichtig sei auch, den Blick auf unser eigenes Seelenheil zu richten. Erst dann können wir dem Nächsten Gutes tun und uns ihm zuwenden.
Zur weiteren Wortverkündigung wurden der Leiter des Bezirks, Priester Jürgen Kleinschrodt, und sein Stellvertreter, Bezirksevangelist Jürgen Braun, gerufen.
Jürgen Braun stellte unter anderem die Frage:
"Braucht Gott unsere Dankbarkeit? Ist er auf unser Lob angewiesen?
Darauf angewiesen ist er nicht, aber als unser Schöpfer freut er sich darüber!"
Jürgen Kleinschrodt führte aus, dass wir unseren persönlichen Dank dem großen Gott entgegenbringen sollen – auch wenn das Jahr sicherlich von verschiedenen Ereignissen geprägt war. Wir sind trotzdem dazu aufgerufen, ihn zu loben und zu preisen. In einem Sinnspruch heißt es:„Loben zieht nach oben – Danken schützt vor Wanken!“
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls erwähnte der Bischof ein Experiment eines Professors mit seinen Studenten:
Er zeigte ihnen ein weißes Blatt mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Alle konzentrierten sich auf den schwarzen Punkt, niemand erwähnte das weiße Blatt.
Unsere Haltung soll sein, uns nicht auf das Schlechte – den schwarzen Punkt – zu konzentrieren, sondern das Gute im Nächsten zu sehen, also das weiße Blatt.
Nach der Sündenvergebung und der Abendmahlsgemeinschaft, zu der alle Anwesenden eingeladen waren, beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Anschließend hatten alle Gottesdienstteilnehmer die Möglichkeit, sich von Marco Metzger und seiner Begleitung zu verabschieden.
Der Gottesdienst wurde umrahmt von einfühlsamen und wunderbar vorgetragenen Liedern des gemischten Chores.
Bericht: Birgit Stebut