Ein bewegendes Konzert unter dem Motto „Ein bunter Blumenstrauß“ begeisterte am Samstag, 19. Oktober, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der evangelisch-lutherischen Friedenskirche Nürnberg.
Der feierliche und eindrucksvolle Klang der historischen Friedensglocke eröffnete den Abend und schuf eine besondere Atmosphäre der Stille. Diese Stimmung wurde durch den ersten Chorvortrag, „Verleih uns Frieden“, Felix Mendelssohn Bartholdy, fortgeführt. Der Projektchor der neuapostolischen Kirchenbezirke Nürnberg und Schwäbisch Hall trugen das Lied von der Empore aus vor.
„Aufschau halten zu Gott!“
Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Ulrich Willmer, St. Johannis in Nürnberg, die Anwesenden. Gott streite für uns, und unsere Werkzeuge seien Glaube, Liebe und Hoffnung.
Das Projektorchester stellte die Frage: „Wie wird uns sein“. Den begonnenen „Friedensweg“ setzte der Chor zunächst mit „O Herr, gib uns Frieden“ und „The Peace of God“ fort. Bei „Gott hab vor Augen“ erklang erst der Männer- und dann der Frauenchor, bevor gemeinsam Gottes Größe und Allmacht musikalisch umschrieben wurde.
Das bekannte Lied aus dem Neuapostolischen Musikrepertoire „Jubelklänge, Festgesänge“ ertönte u. a. in einer Orchester-Bearbeitung von H. Tiessen. Im Verlauf des Konzertes brachten Chor und Orchester die Bitte zum Ausdruck: „Mit dem Herrn fang alles an“, nach dem Text von Christoph Christian Hohlfeldt.
In seinem Schlusswort dankte Apostel Arne Herrmann den Mitwirkenden. Die Sänger, Sängerinnen, Spieler und Spielerinnen hätten nicht nur die Ohren, sondern auch Herzen erreicht.
Der Apostel bedankte sich ganz besonders bei der St. Johannis Gemeinde und Pfarrer Ulrich Willmer, die das Konzert in der evangelisch-lutherischen Friedenskirche ermöglicht hatten. Die Besucher hätten einen Strauß von unterschiedlichen Instrumenten erlebt, die im faszinierenden Gleichklang gewirkt hätten. Mit Zuhören und Rücksicht funktioniert auch Frieden. „Christen haben jemanden, der in ihrem Leben den angeben darf – Jesus Christus“, so Apostel Arne Herrmann. Wo das der Fall sei, sei Frieden. „Er ermahnt uns, Friedensstifter da zu sein, wo wir sind.“
Der letzte Vortrag des Konzertes stand ganz im Lob Gottes. Alle Mitwirkenden, Chor, Orchester, Orgel stimmten das bekannte Lied an „Großer Gott, wir loben dich“, nach dem Te Deum des 14. Jh. von Ignaz Franz, in das viele Besucherinnen und Besucher spontan einstimmten.
Mehr als 70 Sängerinnen und Sänger des Projektchors, vereint mit dem Orchester der Neuapostolischen Kirchenbezirke Nürnberg und Schwäbisch Hall, präsentierten unter der Leitung von Thomas Schmidt, Peter Schwendtner und Carsten Belz, ein vielfältiges Programm geistlicher Musik. Die musikalische Bandbreite reichte von klassischen Werken bis zu modernen geistlichen Kompositionen.
Die Friedenskirche erwies sich als idealer Aufführungsort für das anspruchsvolle Programm. Die hervorragende Akustik des Kirchenraums trug wesentlich zum Gelingen der Aufführung bei. Begleitet wurden die Darbietungen abwechselnd von Heiko Kist und Walter Marx an der Orgel.
Das Konzert markierte den Höhepunkt einer mehrmonatigen, intensiven Probenarbeit der beiden Kirchenbezirke. Die gelungene Aufführung zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen über Bezirksgrenzen hinweg verbinden kann. Eine Wiederholung des Programms fand am Sonntag, 20. Oktober 2024, in der Neuapostolischen Kirche in Künzelsau statt.