Am Sonntag, den 22.09.2024 besuchte Bischof Marco Metzger die Gemeinde Roth/Schwabach.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Josua 24, 15b zugrunde:
„Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“
Es war ein etwas anderer Gottesdienstablauf, das konnte man schon beim gemeinsam gesungenen Eingangslied hören. Die Gemeinde wurde beim Lied aus dem Neuapostolischen Gesangbuch Nr. 261 „Lobe den Herren, den mächtigen König…“ nicht, wie sonst üblich, nur von der Orgel begleitet, sondern auch von einem Posaunenchor. Ein außergewöhnlicher Klang in der Rother Kirche.
Der Bischof nahm diesen Klang auch gleich mit Begeisterung auf und stellte den direkten Bezug zu Josua her. Die Bibel berichtet, dass einst mit Posaunen die Mauer der Stadt Jericho zum Einsturz gebracht wurde. Mit einem Schmunzeln merkte der Bischof an, dass dort von sieben Posaunen die Rede war, in Roth jedoch nur sechs Blechbläser spielten und somit die Kirche hoffentlich stehen bleiben würde.
Im „normalen“ Ablauf eines Gottesdienstes übernimmt nach der Lesung des Bibelwortes der gemischte Chor die weitere musikalische Gestaltung. Nicht so an diesem Morgen. Hier spielte der Posaunenchor und es erklang eine „Intrada – ein feierliches Eröffnungsstück“.
Co-Predigt
Dies ließ Gemeindevorsteher und Bezirksevangelist Jürgen Braun in Erinnerung schwelgen. Hatte er doch selbst in seiner Jugend Trompete gespielt. Er erinnerte daran, dass Gott den Menschen das Geschenk des Glaubens gemacht habe. Er empfahl dieses Geschenk anzunehmen und damit zu arbeiten.
Vor der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls intonierte der Posaunenchor das Lied aus dem neuapostolischen Gesangbuch „Großer Gott wir loben dich“. Die Gemeinde sang kraftvoll dazu.
Geschenk, Lob und Dank.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Roth/Schwabach nicht seit Neuestem einen Posaunenchor hat. Nein, das Spiel des Posaunenchores war ein Geschenk.
Zur Weihe des neuen Kirchengebäudes im Mai 2023 erhielt die Gemeinde vom Dekanat der Evangelisch-Lutherischen Kirche Schwabach dieses Geschenk.
Dekanin Berthild Sachs (Vorsitzende des ACK Schwabach) brachte dabei nicht nur den 6-köpfigen Posaunenchor bestehend aus Posaune, Trompete und Tuba, sondern gleich auch noch den Dekan- Kantor Zoltán Suhó-Wittenberg für die Orgel mit. Die Dekanin Sachs wandte sich im Anschluss an den Gottesdienst mit einem Grußwort an die Gemeinde.
Sie betonte die großartige Zusammenarbeit in der ACK Schwabach und nahm Bezug auf die Tageslosung der Herrnhuter Losungen. Für den 22.09.2024 war die Losung aus 1. Petrus 3, 9 „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.“
Die Dekanin sprach davon, dass Musik ein erlebbarer Segen sei und freute sich in diesem Zusammenhang auch über den innigen und kraftvollen Gemeindegesang. Zum Abschluss gab es vom Posaunenchor und der Orgel noch eine musikalische Fanfare, ebenfalls eine Intrada. Jede Musikerin und jeder Musiker erhielt zum Schluss von der Gemeinde ein Dankeschön in Form eines kleinen Präsentes.
Gemeindemitglieder und Gäste waren im Anschluss herzlich eingeladen, noch gemeinsam am Gemeindecafé teilzunehmen.
Text – Conni Müller/Marita Münster
Fotos – Annegret Steinbrink-Hatzig