An vielen zentralen Orten in Süddeutschland kümmern sich ehrenamtliche Trauergesprächsleitende um Menschen, die trauern.
Diese regelmäßigen Trauergesprächskreise bieten im geschützten Raum einer Gruppe Möglichkeiten zum Gedankenaustausch unter Trauernden.
Ende Juni trafen sich die Trauergesprächsleiter und Leiterinnen der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland zu einem zweitägigen Seminar in Bad Boll.
Bischof Jürgen Gründemann aus dem Apostelbereich Ulm begrüßte die Teilnehmenden. Er bedankte sich in seiner Ansprache für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit in den Trauergesprächskreisen und wünschte allen zwei erbauende Seminartage.
An beiden Tagen gab es viel Zeit für den Austausch. Am Freitag wurden verschiedene Themen in Einzelarbeit und in Zweiergruppen ausgearbeitet und anschließend in der Gruppe diskutiert. Festgestellt wurde, dass es notwendig sei, dass Trauernde immer wieder ihre Geschichte erzählen dürfen. Auch wurde darüber gesprochen, wie die Trauergesprächsleiter damit umgehen können, wenn ganz unterschiedliche Verlustarten im Gesprächskreis auftreten (z. B. Verlust eines Kindes, Verlust des Ehepartners in jungen Jahren und Verlust des Ehepartners im Alter).
Der zweite Seminartag hatte das Thema „Trauer und Trauma“ zum Schwerpunkt. Eine externe Referentin sprach über Ähnlichkeiten und Unterschiede.
Die Gesprächsleiter stellen fest, dass immer mehr Männer an den Trauergesprächskreisen teilnehmen. Das ist eine neue Entwicklung. Dieses Thema soll ausführlich im nächsten Seminar der Trauergesprächsleitenden 2025 behandelt werden.
Am Wochenende darauf konnten in einem anderen Seminar neun neue Trauergesprächsleiter ausgebildet und für ihre neue Aufgabe gerüstet werden.
Weitere Informationen und die Termine der Trauergesprächskreise gibt es unter
www.nak-sued.de/was-wir-tun/beratungsangebote/fuer-trauernde.