Über das verlängerte Himmelfahrtswochenende vom 09. bis zum 12. Mai war es endlich so weit: Zum dritten Mal in Folge trafen sich die Jugendlichen des Apostelbereichs West zur „Großen Jugendfreizeit“ an der deutschen Nordseeküste auf der Insel Borkum. Auch in diesem Jahr nahmen Jugendliche aus benachbarten Apostelbereichen als Gäste an der Freizeit teil. So kamen am Himmelfahrtstag insgesamt rund 500 Teilnehmende unter dem Motto „24/7“ auf dem Gelände der größten Jugendherberge Deutschlands zusammen.
Intensive Vorbereitung und Planung
Die Planungen und Vorbereitungen waren schwieriger als in den vorausgegangenen Jahren.
Durch Sturmschäden an der Turnhalle blieb diese gesperrt. Sie war eigentlich für die Gottesdienste und die Party eingeplant. Fast 100, fest eingeplante, Schlafplätze fehlten ebenfalls. Die Renovierungsarbeiten hatten sich verzögert. Das Jahresmotto „Beten wirkt!“ rückte daher stärker in den Fokus. Es wurde gemeinsam nach praktikablen Lösungen gesucht und sie wurden gefunden.
Es konnte ein großes Festzelt als Versammlungsstätte organisiert werden. Sogar die Renovierungsarbeiten wurden in Teilen noch rechtzeitig abgeschlossen, sodass alle angemeldeten Jugendlichen, auch der Stammapostel und seine Begleitung, auf dem Gelände der Jugendherberge untergebracht werden konnten.
Jugendgruppe aus dem Bezirk Nürnberg
Auch eine Jugendgruppe aus dem Bezirk Nürnberg scheute die weite Anreise nicht, um an diesem Geschehen teilhaben zu können. Um 3.00 Uhr startete die Anreise der Jugendlichen. Sie waren mit fünf Autos, davon vier 9-Sitzer, unterwegs. Mit einigen Zwischenstopps erreichte die Gruppe um 12.00 Uhr Emden. Dort ging es dann auf die Fähre. Die Rückreise traten die Jugendlichen gegen 17.00 Uhr in Emden an. In der Nacht von Sonntag auf Montag erreichten die letzten Teilnehmer um 02.30 Uhr wieder ihr Zuhause.
Alle waren sich einig – Dieses Erlebnis war alle Strapazen wert!
Stammapostel auf Borkum
Durch den Besuch des Stammapostels Jean-Luc Schneider, mit den Gastaposteln Rolf Camenzind aus der Schweiz, Jeannot Leibfried aus Frankreich und des für den Bereich zuständigen Apostels Dirk Schulz sowie Bezirksapostel Rüdiger Krause, Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler und Bischof Thorsten Beutz, wurde die Jugendfreizeit natürlich ein besonderes Erlebnis.
Vier Tage unter dem Motto „24/7“
Stammapostel Schneider reiste mit seiner Begleitung am Samstag an. Schon von Ferne begrüßten die Jugendlichen den Stammapostel, die Apostel und den Bischof mit herzlichem Beifall und Willkommens-Bannern. Dank einer Fotodrohne konnte ein großes Gruppenfoto zur Erinnerung an diesen einmaligen Moment erstellt werden.
Auch in den Kreativworkshops wurde das Motto der Freizeit zum Teil gestalterisch aufgegriffen; ob als Motiv eines selbstgestalteten Jutebeutels oder auf einem der Willkommens-Bannern für den Stammapostel und seine Begleitung. Ebenso konnten Specksteine bearbeitet, Insektenhotels gebaut, Makramees geknüpft oder Schrumpfanhänger erstellt werden.
Bereits zwei ereignisreiche Tage erlebt
Den Abschluss und Höhepunkt des Anreise-Tages bildete der gemeinsame Himmelfahrtsgottesdienst bei Sonnenuntergang im großen Festzelt.
Für alle Morgenmenschen begann der darauffolgende Freitag wahlweise mit Frühsport, einer Andacht oder Gebets-Yoga. Spätestens zum anschließenden Frühstück erweiterte sich der Kreis.
Nach dem Frühstück gab es für jeden Jugendlichen ein Leih-Fahrrad. Nach einer großen Jugendchorprobe und den ersten Kreativworkshops am Vormittag ging es mit den Rädern an den sieben Kilometer entfernten Strand. Strandolympiade, Beach-Soccer, Sandburgenbauwettbewerb sowie die Vorrunde des traditionellen Beachvolleyballturniers standen auf dem Programm. Anschließend brachen die Jugendlichen zu einer Wattwanderung auf.
Am Abend hatte sich zwischenzeitlich das Festzelt zu einer großen Tanzfläche mit alkoholfreier Cocktailbar, Lichtanlage, Nebelmaschine, DJ, Partymusik und bester Stimmung verwandelt. Wer den Abend etwas ruhiger ausklingen lassen wollte, konnte auf Liegestühlen den Sternenhimmel beobachten, oder traf sich mit anderen Jugendlichen zu Gesellschaftsspielen, Karaoke oder zum Dart-Spielen.
Jugendstunde im großen Zelt
Am Samstag waren alle Interessierten zu einer gemeinsamen Jugendstunde im großen Zelt eingeladen. Das Motto wurde aus der Perspektive „24/7 Christ sein“ betrachtet und dabei die Aspekte Nächstenliebe, Gemeinschaft, Gebet und Bibelkunde beleuchtet.
Natürlich kommt man bei dieser Frage nicht um das Gebet herum. Entsprechend nutzten die Moderatoren die Gelegenheit und baten den Stammapostel auf die Bühne. Er hatte ja zu Beginn des Jahres das Jahresmotto „Beten wirkt!“ ausgerufen.
Bevor Stammapostel Schneider dann die Andacht mit gemeinsamem Gebet abschloss, ermutigte er alle Jugendlichen ausdrücklich dazu, sich mit Sorgen, Problemen, Trauer, Ärger und Ängsten zuallererst an Gott im Gebet zu wenden. Gott sei immer erreichbar und stets zugewandt.
Nach der Andacht bat ein weiteres Moderationsteam den Stammapostel, noch ein paar Fragen zu beantworten, welche die Jugendlichen schon im Vorfeld online eingereicht hatten.
Andacht mit dem Stammapostel am Lagerfeuer
Das Highlight bildete der gemeinsame Tagesabschluss am Lagerfeuer. Eingeleitet wurde dieser durch eine Andacht zusammen mit dem Stammapostel. Dazu kamen die Jugendlichen bei untergehender Sonne auf einer Freifläche zwischen Dünen und Gebüsch auf Bierbänken zusammen. Die Andacht wurde von Jugendlichen aus den Bezirken Lüneburg, Nürnberg und Wilhelmshaven gestaltet. Auch hier fand das Motto der Jugendfreizeit erneut Verwendung, wenngleich in leicht abgewandelter Form: „23/7 - Wo ist die verlorene Stunde?“, fragten die Moderatoren in die Runde und führten die Jugendlichen auf interaktive Weise der Frage näher: „Wieviel Zeit verbringen wir am Tag in Relation mit Gott?“
Festgottesdienst im Zelt
Eine große Gemeinde von Jugendlichen versammelte sich am Sonntagmorgen im Festzelt zum Gottesdienst mit dem Stammapostel.
Der Predigt lag das Bibelwort aus 1. Chronik 28, 20 zugrunde: „Und David sprach zu seinem Sohn Salomo: Sei getrost und unverzagt und mache es! Fürchte dich nicht! Lass dich nicht erschrecken. Gott der Herr, mein Gott, wird mit dir sein und wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen, bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des Herrn vollendet hast.“
Sonniger Abschluss mit tosendem Applaus
Mit dem Abschluss des intensiven und ermutigenden Gottesdienstes war die „Große Jugendfreizeit Apostelbereich West 2024“. auch schon fast wieder vorbei. Mit tosendem Applaus bedachten die Jugendlichen den Stammapostel und seine Begleitung als Dank für ihr Kommen. Das Ende der Freizeit rückte näher. Glücklicherweise blieb für die Jugendlichen noch die zweistündige Fährfahrt. Hier konnten sie sich in aller Ruhe voneinander verabschieden und die ereignisreichen Tage gemeinsam Revue passieren zu lassen.
Bericht – Jugendliche und Marita Münster
Fotos - juwesta