…so stand es auf der Einladung zum Jugendgottesdienst im April.
Die Jugend der Bezirke Erlangen-Würzburg und Nürnberg trafen sich am 21. April 2024 zum Jugendgottesdienst in der Kirche in Nürnberg-Südwest.
Dazu eingeladen waren auch die frisch Konfirmierten und die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahres 2025.
Zwar waren die Reihen etwas lockerer besetzt, da am gleichen Wochenende in Künzelsau die Probe für den Süddeutschen Kirchentag und in Hamburg die Aufführung des Oratoriums „Himmelreich“ anstand. Bei beiden Events waren auch etliche Jugendliche aus den beiden Bezirken anwesend.
Aber der Atmosphäre tat dies keinen Abbruch, der Jugend-Chor, unter der Leitung von Jasmin Grasruck, war gewohnt stimmgewaltig und trug zur Bereicherung des Gottesdienstes bei. Auch das Klavier- und Orgelspiel erfreute die Gottesdienstbesucher.
Chill mal!
Diese Aufforderung kann man von verschiedenen Perspektiven betrachten. Zum einen, kann das eine Aufforderung sein, mal Abstand vom Alltag zu gewinnen, alle Belastungen und Sorgen hintenan zu stellen, sich auf Gott und sein Wirken einzulassen und die Gemeinschaft in der Jugend zu suchen.
Die andere Perspektive bezieht sich auf das vorgelesene Bibelwort aus Matthäus 6, Vers 25:
„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“
Beide Perspektiven, sowohl das Abstandgewinnen von den Sorgen, wie auch das Vertrauen zu Gott und das Loslassen der Sorgen waren Inhalte der Predigt von Priester Marian Zietlow, der den Gottesdienst mit der Jugend feierte.
Sorgen des Alltags
Kurz vor dem Gottesdienst wurden Sequenzen gezeigt, wo Jugendliche über ihre Sorgen sprachen. Danach wurden kleine Täfelchen vor dem Altar abgestellt, auch hier hatten Jugendliche ihre Sorgen aufgeschrieben.
Nach dem Verlesen des Bibelwortes und dem Vortrag des so gut passenden Chorliedes „Herr sei vor uns und leite uns…“ gab es zur Verdeutlichung des Wortes noch eine Bibellesung.
„Sagen wir unseren Sorgen doch wie groß unser Gott ist!“
Das war eine der Lebensanleitungen des Priesters. „Reden wir nicht immer von unseren großen Sorgen, die wir vor Gott bringen, sondern sagen wir doch unseren Sorgen, dass Gott groß ist!“
Er machte auch deutlich, dass sich niemand alleine auf Gott verlassen könne. Das was möglich ist, selbst zu tun, sollte auch getan werden, dann wird Gott seinen Segen, Stärke und Kraft schenken um mit allen Lebenssituationen und Sorgen gut umgehen zu können. Dazu gab es etliche Beispiele aus dem Alltag.
Zu Co-Predigten wurden Diakon Janosch Waha aus Nürnberg-Mitte, Diakon Andreas Krauss aus der Gemeinde Nürnberg-Ost, Priester Daniel Köditz aus dem Bezirk Erlangen-Würzburg und Priester Philipp Staudenmaier aus der Gemeinde Ansbach gerufen.
Sie alle hatten packende Beispiele parat, die die Hilfe und die Größe Gottes verdeutlichten sowohl in der alten Zeit, wovon die Bibel berichtet, als auch in der heutigen Zeit.
Verabschiedung
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahles, Gebet und Segen wurde der Gottesdienst mit einem Chorvortrag beendet.
Bevor die Jugend dann den Kirchenraum verließ, rief der Bezirks-Jugendleiter Benjamin Mayer den Bezirksältesten i. R. Ralf W. Münster vor den Altar. Er war extra zu diesem Jugend-Gottesdienst eingeladen worden.
Im Namen der Jugend des Bezirkes Nürnberg dankte der Diakon von Herzen für das immer offene Ohr des ehemaligen Bezirksvorstehers. Er habe immer mit der Jugend im guten Kontakt gestanden und sie in vieler Hinsicht unterstützt. Dafür zeigten sie sich dankbar. Als äußeres Zeichen dafür gab es Blumen und einen Präsentkorb und einen Sonnenhut mit dem Logo der Jugendgruppe.
Der Bezirksälteste i. R. zeigte sich sichtlich gerührt und freute sich über die aktive und freudige Jugend im Bezirk.
Text und Fotos – Marita Münster