Am Sonntag, den 14. Januar 2024, besuchte der stellvertretende Vorsteher für den Bezirk Nürnberg, Bezirksevangelist Jürgen Braun, die Gemeinde Wilhermsdorf. Im Verlauf des Gottesdienstes, zu dem auch die Mitglieder aus der Gemeinde Neustadt a. d. Aisch eingeladen waren, erhielt das Ehepaar Maria und Georg Barth den Segen zur Goldenen Hochzeit.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 13, Vers 15 zu Grunde:
„Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“
Der Bezirksevangelist leitete seine Predigt mit einigen Gedanken zu dem vom Chor vorgetragenen Lied „Oh, wie freuen wir uns der Stunde“ ein und betonte, dass er sich schon im Vorfeld auf diesen Gottesdienst gefreut habe. Dies sei ein besonderer Gottesdienst, da Gott einen besonderen Segen geben möchte.
Bezirksevangelist Braun zeigte sich auch darüber erfreut, dass das vorgelesene Bibelwort gut zu diesem besonderen Gottesdienst passe, weil das Jubelpaar in den letzten fünfzig Jahren das zitierte Bibelwort gelebt habe und dies einer der Gründe sei, dass wir in diesem Gottesdienst den Segen zur Goldenen Hochzeit mit erleben können.
Danach lenkte er den Blick auf das Bibelwort mit der Begebenheit der „Fußwaschung“ hin. Vor dem letzten Abendmahl habe Jesus damals eigenhändig seinen Jüngern die Füße gewaschen, obwohl diese sich zunächst dagegen gewehrt haben, dass ihr Meister selbst diese Handlung an ihnen vollziehen wollte. Doch er habe sie auf sein im Bibelwort enthaltenes Beispiel hingewiesen, wie man ohne Ansehen der Person zu dienen habe. Im Hinblick darauf verwies der Bezirksevangelist auf Jesus Christus, der für die Christen ein Vorbild sei, wie wir am Nächsten dienen sollen. „Dienst“ werde oft als beschwerlich empfunden und koste mitunter Überwindung für den, der ihn ausführen müsse. Liebesdienst dagegen sei ganz anders belegt, er werde positiv empfunden. Das Jubelpaar habe in den letzten fünfzig Jahren einander gedient und habe es wahrscheinlich meist gar nicht als „Dienen“ empfunden. Das sei Liebesdienst gewesen, der sich dadurch auszeichne, dass es ein Bedürfnis sei, dem anderen etwas Gutes zu tun. Der Liebesdienst aneinander sei ein gutes Rezept für fünfzig Jahre Ehe.
Der Vorsteher der Gemeinde Wilhermsdorf, Priester Gerfried Zottmann, den Bezirksevangelist Jürgen Braun um eine Predigtzugabe gebeten hatte, knüpfte an den Liedvortrag des Chores „Mein Gott und Vater“ an und zitierte den Liedtext am Ende des 1. Verses: „…wie herrlich ist doch mein Beruf, zu tun was dir gefällt“. Sodann fügte er hinzu, dass Gott Bescheid wisse, was das Jubelpaar für einander, für den nächsten und für die Gemeinde getan habe. Dies sei aus Liebe geschehen. Auch Gott diene uns im Gottesdienst in Liebe. Hierzu sei es aber erforderlich, dass sich der Amtsträger am Altar in den Dienst Gottes stelle.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Jürgen Braun das Ehepaar Barth zu sich vor den Altar. Der Chor trug das vom Jubelpaar gewünschte Lied „Bewahr auf deinen Wegen mich Herr mit starker Hand“ vor. Bezugnehmend auf das Lied fügte der Bezirksevangelist an, dass der Text eine schöne Bitte sei, die das Ehepaar mit dem Liedwunsch geäußert habe und auch sehr gut zu dem persönlichen Bibelwort passe, welches er dem Jubelpaar an die Hand geben wolle: „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ (Römer, Kapitel 8, Ausschnitt aus Vers 31)
Nach der Spendung des Segens zum Goldenen Hochzeitsjubiläum beendete Bezirksevangelist Jürgen Braun den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
Anschließend hatten die Anwesenden Gelegenheit, sich vom „Goldenen Hochzeitspaar“ zu verabschieden und ihre Glück -und Segenswünsche zu übermitteln.
Text: H. u. R. Hufnagel
Bilder: Ingrid Schulz