Am 10. Dezember 2023 freuten sich die Oberpfalzgemeinden Amberg, Cham und Weiden über den Besuch von Apostel Arne Herrmann, der in der Gemeinde Schwandorf den Gottesdienst durchführte.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Markus 13, Vers 34 zugrunde.
„Es ist wie bei einem Menschen, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht,
einem jeden seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen.“
Nach dem Eingangsgebet trug der Chor das Lied „Ehre, Ehre, sei Gott in der Höhe“ vor, auf welches der Apostel zu Beginn seiner Predigt einging. Ein wesentlicher Aspekt des Gottesdienstbesuchs sei es, Gott die Ehre zu geben. Ferner sei es bedeutend, Gott gegenüber Dankbar zu sein und ihn in den Mittelpunkt des gesamten Lebens zu stellen.
Der Apostel überbrachte auch beste Wünsche zum 90-jährigen Bestehen der Gemeinde Schwandorf und wünschte weiterhin gesegnete Jahre. Das Jubiläum war am Sonntag zuvor gebührend gewürdigt worden.
Bezugnehmend auf das vorgelesene Bibelwort, machte der Apostel deutlich, dass Jesus Christus seinen Nachfolgern Verantwortung für ihr Seelenheil übertragen habe. Diese Verantwortung mögen sie nicht als Last empfinden, sondern als Geschenk. Im positiven Sinn bedeute Verantwortung auch, sich in der Gemeinde einbringen zu können und Gestaltungsspielraum zu haben.
Bezugnehmend auf den Begriff Arbeit, von dem im Bibelwort die Rede sei, empfahl er, dass die Menschen sich ein Beispiel an den Adventskerzen nehmen sollten. Licht in die Dunkelheit hineintragen, sei die „Arbeit“ einer Kerze. Dieses Licht werde durch Teilen nicht geringer. Im Gegenteil, je mehr Kerzen brennen umso heller werde das Licht. Als Christen sind wir aufgerufen, das Licht der Nähe und Liebe Gottes in die Welt zu tragen.
Bezirksevangelist Braun bezog sich in seinem Mitdienen auf den im Bibelwort erwähnten Türsteher. Er sagte dazu, dass immer wieder eine Überprüfung notwendig sei, was in das Herz hinein gehe, aber auch was aus ihm herauskomme.
Ruhestand und Ordinierung
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls wurde Priester Eirich aus der Gemeinde Amberg in den Ruhestand versetzt. Er hat 30 Jahre als Priester gedient. Fünf Jahre davon hatte er die Aufgabe eines Gemeinde-Vorstehers in Kasachstan, seinem Herkunftsland übernommen. Der Apostel dankte ihm für sein aufopferndes Dienen, dass auch durch die berufliche Tätigkeit nicht immer einfach war, und wünschte ihm alles Gute für den neuen Zeitabschnitt.
Ein neuer Diakon ist nun in der Gemeinde Schwandorf tätig. Markus Zuckschwert hatte sich bereit erklärt die Aufgabe zu übernehmen und wurde in diesem Gottesdienst ordiniert. Auch ihm wünschte der Apostel alles Gute für die neue Aufgabe.
Text – Alexander Klette
Fotos – Karl-Heinz Köper