Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland „human aktiv“ (www.humanaktiv-nak.de) fördert in diesem Jahr mit Spenden in einer Gesamt-Höhe von 200.000 Euro die wichtige Arbeit der Frauenhäuser. Im Kirchen-Bezirk Nürnberg werden davon 24.000 Euro an vier Einrichtungen gespendet. 6000 Euro gingen an die Einrichtung in Fürth.
Das Frauenhaus ist eine Einrichtung für Frauen und deren Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind und Hilfe, Zuflucht und Schutz suchen.
Frau Dr. Gisela Schiller vom Vorstand des Trägervereins "Hilfe für Frauen in Fürth" (www.frauenhaus-fuerth.de) berichtete der Gemeinde über die Tätigkeiten und vielfältigen Aufgaben des Vereins "Hilfe für Frauen in Not e.V.". Diesen Verein gibt es seit über 30 Jahren in Fürth.
Sie begann ihre Ausführungen mit einem Satz aus dem vorangegangenen Gottesdienst: "Wir sehen das Schwarze, aber wir sind keine Schwarzseher".
In ihrer Tätigkeit sehen die Mitarbeiter des Frauenhauses immer das "Schwarze", sagte sie. Das heißt, Frauen und ihre Kinder, die nach einer langen Leidenszeit den Schritt gehen, heraus aus ihrer gewohnten Umgebung, um an einen Ort zu kommen, der sie vor Gewalt schützt. Die Gewalt kann unterschiedlich ausgeübt werden. Sei es in psychischer, physischer oder auch digitaler und ökonomischer Form.
Es gibt fünf Plätze in Fürth.
Bis zu fünf Frauen und zehn Kinder können Zuflucht im Frauenhaus finden und erstmal zur Ruhe kommen und sich sicher fühlen.
Zwei Beratungsstellen in Fürth.
Es gibt zwei Beratungsstellen in Fürth. Eine arbeitet präventiv. Dort ist eine Beratung für Frauen möglich, die sich in einer Gewaltsituation befinden.
Die andere Beratungsstelle, die Interventionsstelle, ist Anlaufstelle, wenn bereits die Polizei aktiv werden musste. Sie ist proaktiv tätig, setzt sich mit den Frauen in Verbindung und bietet ihnen Hilfe an.
Second Stage-Wohnungen
Diese Wohnungen wurden vom Frauenhaus angemietet und werden den Frauen übergangsweise angeboten bis eine eigene Wohnung gefunden wird. Dann stehen die Plätze im Frauenhaus wieder anderen Frauen zur Verfügung.
Besondere Verwendung der Spende
Der Verein hat 150 Mitglieder. Er ist zwar öffentlich gefördert aber dringend auf Spenden angewiesen.
Die, so Frau Dr. Schiller, unglaublich großzügige Spende über Euro 6.000,-- von human aktiv werde für einen ganz besonderen Zweck verwendet.
Sie wird für überaus belastete und traumatisierte Frauen verwendet, die oftmals mehr als nur psychosoziale Betreuung, die durch die Sozialpädagogin des Frauenhauses geleistet wird, benötigen.
Diese Frauen können durch die Spende in Einzelsitzungen betreut werden. Das hilft bei alltäglichen Problemen, dient der Stärkung des Selbstwertes und trägt zur Stabilisierung bei.
Da das Angebot häufig benötigt werde, zeigte sich Frau Dr. Schiller besonders erfreut, dass durch die großzügige Spende nun diese Leistung realisierbar wird.
Text: Birgit Stebut
Foto: Jörg Stebut