Am letzten Julisonntag waren alle Glaubensgeschwister und Interessierte des Kirchenbezirkes Nürnberg, die älter als 60 Jahre sind, in die Kirche Nürnberg-Ost eingeladen.
Nach längerer Pause konnte der Ü60-Tag wieder in bewährter Form durchgeführt werden, mit Gottesdienst, gemeinsamem Essen und anschließendem Programm.
Bezirksvorsteher Ralf-Werner Münster legte der Predigt das Bibelwort aus 1. Petrus 5, Vers 7 zugrunde:
„Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch."
Er betonte in der Predigt das Wort „alle“ und verwies darauf, dass es vielerlei Sorgen gibt, die diesen Kreis der Anwesenden beschäftigen. Dabei gehe es um die Sorge bezüglich der eigenen Gesundheit, der Entwicklung der Kinder, der Zukunft der Enkelkinder und vieles mehr.
Doch jede Altersgruppe für sich hat unterschiedliche Sorgen. „Auch die Kleinsten haben schon ihre Sorgen“, sagte er. Gott mache hierbei keinen Unterschied, jeder dürfe, ja solle zu ihm kommen, mit der ganz eigenen Sorge. "Er ist für alle da und hilft an jeder Stelle", so seine Zusage.
Priester Jürgen Kleinschrodt, stellvertretender Bezirksvorsteher, wies in seiner weiteren Wortverkündigung darauf hin, dass jeder Körper ein stabiles Rückgrat benötige, um standhaft zu sein, stabil zu stehen und kräftig agieren zu können. Die Glaubensgeschwister der Ü60-Gruppe würden hier das Rückgrat der Gemeinde bilden und damit Stabilität geben.
Er wies auch auf die große Anzahl der Glaubenserlebnisse hin, die alleine in dieser Kirche zusammenkommen seien. Dabei sei die Kraft, die diese Erlebnisse freisetze, sehr groß.
Priester Dirk Wigger, stellvertretender Bezirksvorsteher, verwies in seinem Predigtbeitrag auf die Erfahrung jedes Einzelnen, die er, oder sie, gesammelt habe. Darauf dürfe man vertrauen, denn Erfahrung gebe Sicherheit und Orientierung, besonders in schwierigen Situationen. „Diese vielen Erfahrungen, die mit Gott gemacht wurden, bilden einen großen Glaubensschatz, auf den jeder vertrauen darf“, sagte er.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen. Musikalisch wurde er vom Senioren-Chor, Klavier, einer Solistin und einem Streicher-Ensemble mitgestaltet
Viel Zeit zum Gespräch und Austausch gab es beim gemeinsamen Mittagessen, traditionell fränkisch, im Nebenraum der benachbarten Seniorenresidenz.
Gegen 13.30 Uhr versammelten sich alle wieder in der Kirche an der Regensburger Straße. Beim abwechslungsreichen Programm gab es teils lustige, teils nachdenkliche und viele informative Beiträge. Spannend waren die Neuigkeiten über zwei Kirchenneubauten im Bezirk, so wurde die bereits eingeweihte Kirche der Gemeinde Roth/Schwabach vom Bezirksvorsteher vorgestellt. (Bericht: Festakt zur Einweihung der Kirche Roth/Schwabach)
Hirte Harald Rösler, Vorsteher der Gemeinde Mitte, konnte viel über die Entwicklungen des Neubaus an der Karlstraße berichten. (Bericht: Kirchenneubau auf historischem Grund)
Zwei neue Vorsteher im Kirchenbezirk Nürnberg konnten sich in diesem Kreis persönlich vorstellen, Priester Bernhard Zeschko, Gemeinde Bad Windsheim und Priester Manuel Klette, Gemeinde Amberg.
Zwischen diesen Beiträgen lockerten lustige und gleichzeitig tiefgründige Gedichtbeiträge auf.
Gänsehautmomente gab es beim letzten Programmpunkt - der „Hitparade der NAK-Oldies“.
Längst aus dem Repertoire genommene Lieder, die nahezu jeder kennt und liebgewonnen hatte, wurden vom Klavier angespielt. Drei von diesen zehn „Lieblingsoldies“ konnten im Anschluss per „Applausometer“ ausgewählt werden. Diese Stücke wurden von drei Sängerinnen vorgetragen.
Die Favoriten aus den zehn Vorschlägen waren:
„Nach der Heimat“
„Was ich tief im Herzen trag“
„Wir treten zum Beten“
Der Gänsehautmoment entstand in dem Augenblick, als das erste Lied angespielt wurde und nahezu alle Anwesenden direkt mitsummten. Mit jedem Liedvortrag wurde das Summen lauter, am Ende war sogar Text hörbar.
Das führte sich fort, beim Vortrag der drei Solistinnen. Die Anwesenden sangen alle Lieder kräftig mit, ohne Noten und Textvorlage.
Der Tag klang aus bei Kaffee und Kuchen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitwirkenden und Organisatoren.
Bericht: Heike Stiegler
Fotos: Wolfgang Martius