Was bleibt von einem Gottesdienst, wenn der letzte Segen gesprochen ist? In der Gemeinde Lauf war es das spürbare Gefühl von Vergebung, Gemeinschaft und großer Dankbarkeit, das die Gläubigen noch weit über den Tag hinaus begleitete.
„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Mit diesem Gedanken aus 2. Korinther 5,20 stellte Priester Ronald Brehm die Vergebung Gottes in den Mittelpunkt des Gottesdienstes am 9. August 2026 in der Gemeinde Lauf.
Gott wartet nicht auf den perfekten Menschen. Er ist längst da und begegnet uns mit offenen Armen. Die Einladung des Evangeliums lautet daher: vergebungsbereit zu sein, selbst um Vergebung zu bitten und sich auf die Versöhnung mit Gott einzulassen. Eine Botschaft, die Mut macht und neue Perspektiven eröffnet.
Nach einem Chorbeitrag griff Priester Ralph Bewersdorf einen Gedanken aus einem Gottesdienst von Stammapostel Helge Mutschler auf. Dabei stellte er die sogenannte Dreifaltigkeitsikone in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.
Eine Auslegung dieses bekannten Bildes beschreibt die drei um einen Tisch versammelten Engel als Symbol für die Heilige Dreifaltigkeit: Gott Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist. Besonders bemerkenswert ist dabei ein freier Platz am Tisch, der dem Betrachter zugewandt ist.
Dieser freie Platz verdeutlicht eine wichtige Botschaft: Gott lädt jeden Menschen zur Gemeinschaft mit ihm ein. In jedem Gottesdienst dürfen wir neu an seinem Tisch Platz nehmen und die Nähe Gottes erfahren.
Die Gedanken über Vergebung und Gemeinschaft fanden ihren Höhepunkt in der Spendung der Freisprache und des Heiligen Abendmahls. Durch Gebet und Schlusssegen wurde dieser besondere Gottesdienst würdevoll abgeschlossen.
Doch die Tischgemeinschaft endete nicht mit dem Gottesdienst. Im Anschluss freuten sich die Gemeindemitglieder auf das traditionelle Gemeindefest. Schnell waren Tische und Bänke im wohltuenden Schatten aufgestellt. Verschiedene Salate, Beilagen und Grillspezialitäten sorgten für das leibliche Wohl, während die Grillmeister ihr Bestes gaben und die Gäste hervorragend versorgten.
Vor allem aber entstanden viele wertvolle Begegnungen. Es wurde gelacht, erzählt und nachgedacht. Die Gespräche waren ebenso fröhlich wie tiefgründig und machten deutlich, wie lebendig das Miteinander in der Gemeinde ist.
Im Laufe des Nachmittags wurde aus dem herzhaften Buffet ein süßes Kuchenbuffet. Und obwohl viele bereits satt waren, zeigte sich einmal mehr: Für ein Stück Kuchen ist immer noch Platz.
So nahmen die Teilnehmer das schöne Gefühl der Gemeinschaft gleich in doppelter Weise mit nach Hause – aus dem Gottesdienst und vom gemeinsamen Fest. Noch am Abend spiegelte sich diese Freude in zahlreichen Dankesnachrichten wider. Die Wertschätzung für die Organisation, das leckere Essen, die guten Gespräche und den Einsatz vieler Helfer war überall spürbar.
Am Ende blieb vor allem ein Gedanke: Gemeinschaft ist ein Geschenk Gottes. Sie stärkt den Glauben, verbindet Menschen und wirkt weit über einen gemeinsamen Tag hinaus nach.
„Danke Gott, dass du uns diesen Tag geschenkt hast.“
Textgrundlage: C.M. sowie Auszüge aus Wikipedia
Fotos: R.W. und Bildmaterial aus dem Internet