Drei junge Menschen bekannten sich in der Neuapostolischen Kirche Nürnberg-Südwest öffentlich zu ihrem Glauben an Gott. Der feierliche Konfirmationsgottesdienst zeigte eindrucksvoll, wie lebendig, persönlich und tragfähig christlicher Glaube heute sein kann.
Am Sonntag, dem 12. April, erlebte die Neuapostolische Kirche Nürnberg-Südwest einen festlichen Konfirmationsgottesdienst. In einer voll besetzten Kirche bekannten sich drei junge Menschen öffentlich zu ihrem Glauben an Gott. Bischof Marco Metzger leitete den Gottesdienst und stellte seine Predigt unter das Bibelwort aus Matthäus 10,32:
„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“
In seiner Predigt legte Bischof Metzger das Bibelwort zeitgemäß und einfühlsam aus. Anhand persönlicher Erfahrungen machte er deutlich, dass es nicht immer leicht ist, den eigenen Glauben offen zu bekennen. Christsein bedeute jedoch mehr, als sich nur dazu zu bekennen, Christ zu sein. Entscheidend sei, den Glauben im Alltag zu leben: dem Bösen zu entsagen, Verantwortung zu übernehmen und dem Nächsten mit Liebe zu begegnen. Besonders für die jungen Konfirmanden war dies eine ermutigende und lebensnahe Botschaft.
Priester Maik Heißer knüpfte in seinem Mitdienen an die letzte Konfirmandenstunde an. Dort waren die Jugendlichen unter anderem gefragt worden, was ihre Freunde an ihnen schätzen. Ein häufig genanntes Stichwort war „Loyalität“. Der Priester erklärte, dass Loyalität dem Bekenntnis sehr nahekomme – ja sogar eine Stufe darüber stehe. Loyalität bewähre sich gerade in schwierigen Lebensphasen. Während Christen sich bemühen, sich immer wieder zu Christus zu bekennen und dabei auch scheitern können, bleibe Christus den Menschen gegenüber stets loyal.
Diakon Matthias Kreß griff in seinem Beitrag ein aktuelles Thema auf: künstliche Intelligenz. Er empfahl augenzwinkernd, statt auf KI vor allem auf die GI, die „göttliche Intelligenz“ zu setzen. Diese biete eine dauerhafte Verbindung nach oben, sei jederzeit erreichbar und benötige kein Premium-Abonnement. Jeder Mensch könne dieses „Werkzeug“ nutzen und sich darauf verlassen.
Zum Abschluss riet Bischof Marco Metzger den Konfirmanden sich als Gemeinschaft und wichtigen Teil der Gemeinde zu begreifen. Er beschrieb Sie als Säulen, die gemeinsam stärker sind als allein. Die Gemeinde begleitet die Jugendlichen auf ihrem weiteren Lebens- und Glaubensweg – und zugleich bereichern sie die Gemeinde mit ihren Gaben und ihrer Persönlichkeit.
Nach den Predigtbeiträgen und der Sündenvergebung traten die Konfirmanden vor den Altar, legten ihr Gelübde ab und empfingen vom Bischof den Konfirmationssegen. Ein Quartett setzte einen besonderen musikalischen Akzent. Im Anschluss gratulierte die Gemeinde den drei neu konfirmierten Jugendlichen herzlich.