Beim Kindergottesdienst zum 2. Advent in Schwandorf ging es um Maria und Marta – und die Frage, wie wir im Advent Zeit für das Wesentliche finden.
Ein kleiner Kreis, große Freude: So erlebten die Kinder den Gottesdienst zum 2. Advent in Schwandorf. Krankheitsbedingt waren nur wenige dabei, doch die Stimmung war herzlich und lebendig.
Priester Ewald Holz diente mit dem Bibelwort aus Lukas 10, 39b:
„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.“
Zu Beginn erinnerte der Dienstleiter an die Zusage Jesu: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Und genau das war spürbar.
Maria und Marta – Zuhören statt Hektik
Die Kinder wussten schnell, um wen es heute geht: Maria und Marta. Gemeinsam sprachen sie darüber, was Advent bedeutet. Die Antworten kamen prompt: „Die Vorweihnachtszeit!“ Priester Ewald Holz ergänzte: „Es ist auch eine Zeit der Erwartung.“
Und was erwarten wir? – Die Kinder waren sich einig: „Die Wiederkunft Jesu.“
Adventstraditionen und eine besondere Frage
Was macht man im Advent? Die Liste der Kinder war lang:
Dann stellte Priester Holz eine spannende Frage:
„Was würdet ihr tun, wenn sich Jesus bei euch zu Besuch angemeldet hätte?“
Die Antworten waren kreativ: Putzen, Plätzchen backen, Ente braten, dekorieren, „Herzlich willkommen“ schreiben und sogar drei Kuchen backen!
Da kann man gut verstehen, warum sich Marta über Maria geärgert hat. Doch Jesus machte deutlich: „Maria hat das Bessere gewählt, und das soll man ihr nicht nehmen.“
Botschaft für die Adventszeit
Auch wir wollen uns im Advent auf das Wesentliche konzentrieren: nicht in Hektik verfallen, sondern zuhören, still werden und Zeit für Gott haben.
Zum Abschluss gab es ein kleines Rätsel für alle:
„Gott hat Zeit für mich – habe ich Zeit für Gott?“
Mit diesem Gedanken und dem Schlusssegen verabschiedeten sich alle in froher Erwartung auf den nächsten Kindergottesdienst.
Text: Barbara Holz
Foto: Karl-Heinz Köper