Einweihung der neuen Kirche Nürnberg-Mitte am 1. Advent
Endlich ist es so weit: In der Karlstraße 3, mitten in der Nürnberger Altstadt, können nun wieder Gottesdienste stattfinden.
Am Sonntag, 30. November wurde die neue Kirche für die Gemeinde Nürnberg-Mitte feierlich eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben. Dazu kam der Präsident der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, persönlich nach Nürnberg.
Mit dem feierlichen Weihegebet hat Bezirksapostel Michael Ehrich die neue Kirche offiziell als Gotteshaus geweiht. Diese Handlung unterstreicht den hohen Stellenwert des Kirchengebäudes als Zentrum des geistlichen Lebens der Gemeinde. Der Altar steht dabei als zentrales Symbol für die Gegenwart Jesu Christi. Er ist der Ort, an dem Gottes Wort verkündet wird, an dem die Sakramente gespendet und die Sünden vergeben werden.
Durch die Weihe erhält das Gotteshaus einen heiligen Charakter was das, dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort, unterstrich:
„Lass deine Augen offen stehen über diesem Hause Nacht und Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein“ (1. Könige 8, 29)
Nicht nur die Kirchenweihe, sondern auch die Feier des 1. Advent mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres machte den Gottesdienst zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für die mit rund 300 Gottesdienstteilnehmern besetzte Kirche.
Die Advents- und Weihnachtszeit ist für die Kinder und auch für Erwachsene eine Zeit voller Vorfreude. Gerade jetzt erstrahlen überall Lichter, die eine festliche Atmosphäre schaffen.
Jesus Worte: „Ich bin das Licht der Welt“ sind dabei Auftrag für die Gemeinde, dieses Licht weiterzugeben und eine Atmosphäre von Wärme und Herzlichkeit zu schaffen.
Das Wort LIEBE steht für Brücken des Miteinanders und der Versöhnung. Jeder soll sich willkommen fühlen, sodass unsere Gemeinschaft offen und einladend wirkt.
Ist das Motto der Gemeinde Nürnberg-Mitte die dankbar ist, in so ein wunderschönes neues Kirchengebäude einziehen zu dürfen. Durch den großen Kinderchor, den Gemeindechor und das Orchester wurde diese Begeisterung von den Gemeindemitgliedern spürbar weitergetragen und konnte auch von allen erlebt werden, die den Gottesdienst per Livestream-Übertragung zu Hause oder in andern Kirchengemeinden verfolgten.
"Wir haben einen wunderschönen, großartigen Neubau bekommen, wie wir uns das nicht haben vorstellen können. Nun kommt man herein, fühlt sich wohl und möchte bleiben. Wir sind sehr begeistert!", so Gemeindeleiter Priester Andreas Meder.
Große Dankbarkeit gilt allen die diese neue Kirche ermöglicht haben: von der Kirchenleitung, den Architekten und den Mitarbeitenden der Bauabteilung der Kirchenverwaltung und allen am Bau beteiligten Fachkräften, die mit großem Engagement und Sachverstand ihr Können unter Beweis gestellt haben.
Das erste Heilige Abendmahl in der neuen Kirche
Eine besondere Atmosphäre war spürbar als zum ersten Mal das Heilige Abendmahl, verbunden mit der Sündenvergebung in der neuen Kirche gefeiert wurde. Darauf folgte die besondere Feier des Heiligen Abendmahls für die Entschlafenen. Nach diesen feierlichen Handlungen schlossen sich das Schlussgebet und der Segen an.
Der Bezirksapostel sprach zum Abschluss der Gemeinde herzlich seine besten Wünsche für eine freudvolle Zeit im neuen Gotteshaus aus und wünschte allen eine besinnliche Adventszeit sowie ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest.
Einen ausführlichen Gottesdienst Bericht finden Sie auf den Internetseiten der Gebietskirche Süddeutschland:
https://nak-sued.de/db/13384/Meldungen/Weihe-des-Kirchengebaeudes-in-Nuernberg-Mitte
Auszug aus der Chronik der Gemeinde Nürnberg-Mitte
Die Geschichte der Gemeinde Nürnberg-Mitte ist geprägt von beständigem Wachstum und engagiertem Miteinander. Ihre offizielle Gründung erfolgte am 3. März 1954 – zu einer Zeit, als die Gemeinden Nürnberg-Ost und Nürnberg-Süd bereits bestanden. Bezirksapostel Startz setzte sich damals besonders dafür ein, auch in der Altstadt eine eigenständige Gemeinde zu etablieren.
Die ersten Gottesdienste fanden im März 1954 im Gasthaus „Krokodil“ statt - 27 Mitglieder zählte damals die junge Gemeinde. Mit der Zeit wurde der Versammlungssaal jedoch zu klein, sodass ab Oktober 1954 der Saal „Merkur“ als neuer Treffpunkt diente. Am 9. Dezember 1960 konnte schließlich das erste eigene Kirchengebäude eingeweiht werden.
In den 80er Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert und modernisiert. In den folgenden Jahrzehnten reifte der Entschluss, das Gotteshaus durch einen vollständigen Neubau zu ersetzen.
Heute kann sich die Gemeinde über ein modernes, einladendes Zuhause freuen, das Raum für Gemeinschaft und gelebten Glauben bietet. Die Freude und Dankbarkeit über die gelungene Umsetzung dieses Projekts überwiegen in der gesamten Gemeinde.
Text: Edelgard Thierfeld/ Maik Heißer
Fotos: Frank Thierfeld/Diethard Grießhammer