Ein feierlicher Gottesdienst mit Bischof Marco Metzger brachte die Gemeinden Nürnberg-Ost, Nürnberg-Südwest und Lauf/Pegnitz am 19. Oktober 2025 zusammen. Ein Höhepunkt dabei war die Silberhochzeit des Ehepaars Bewersdorf.
Geborgen unter Gottes Flügeln
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Psalm 36, Verse 8–10:
„Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.“
In seiner Predigt betonte der Bischof, dass Gottes Liebe uns täglich begleitet und uns in allen Lebenslagen Geborgenheit schenkt. Diese Geborgenheit verglich er mit den beiden mächtigen Flügeln eines Adlers, unter denen Menschen Schutz finden: Der eine Flügel steht für den göttlichen Frieden, der weit über das hinausgeht, was Menschen schaffen können. Der andere Flügel symbolisiert die göttliche Gnade, die sich besonders in der Vergebung zeigt. Unter diesen beiden Flügeln dürfen wir uns sicher und getragen wissen.
Segen zur Silbernen Hochzeit – Glanz bewahren durch Liebe und Miteinander
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls stimmte der Chor mit dem Lied „Herr segne uns und behüte uns“ auf die Segenshandlung zur Silberhochzeit ein. In seiner Ansprache an das Ehepaar Bewersdorf ging Bischof Marco Metzger darauf ein, dass Silber ein besonderes Material ist. Man muss es hin und wieder polieren, damit es seinen Glanz nicht verliert. Er zog die Parallele zum Ehebund, an dem man auch stetig arbeiten muss. Als „Rezept“ dafür gab der Bischof dem Jubelpaar das Bibelwort Philipper 2, Verse 3 und 4 mit auf den Weg:
„Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Der Gottesdienst bot Raum für Besinnung, Dankbarkeit und ein lebendiges Miteinander über die Grenzen der einzelnen Gemeinden hinweg. So wurde dieser Sonntag zu einem festlichen und verbindenden Moment im Kirchenjahr.
Bericht: Julia Ullrich
Fotos.: René Aumüller