Am Mittwoch, 26.02.25 besuchte Apostel Arne Herrmann die Gemeinde Nürnberg-Südwest und feiert dort den Gottesdienst. Dazu eingeladen waren auch die Gemeinden Nürnberg-Ost und Lauf/Pegnitz.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 100, Vers 2:
„Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken“
zugrunde:
Besondere Aspekte prägten diesen Gottesdienst.
Ein Novum war der erste Auftritt des neu gegründeten Männerchores im Bezirk Nürnberg. Kurz vor Gottesdienstbeginn ertönte stimmgewaltig der Liedvortrag: „Komm zu dem Lebensquell in Jesus Christ“. Der Initiator und Chorleiter, Bezirksälteste i. R. Ralf W. Münster, war durch Krankheit verhindert. Sein Stellvertreter, Priester Ronald Brehm, übernahm daher diese Funktion und leitete engagiert und souverän den Gesang der Männer.
Der Chorvortrag des gemischten Chores, gebildet aus den drei Gemeinden, geleitet durch Larissa Kleinschrodt, bereitete auf die Predigt des Apostels vor. Die Sänger trugen das Lied „Betende Hände…“ vor.
Der Apostel empfand diesen Vortrag als schönen und wichtigen Impuls. „Beten, ein christliches Grundprinzip ist etwas ganz Elementares“, so der Apostel. „Füreinander beten, ist etwas ganz Wichtiges und Erfahrbares“ sagte er dazu. In schwierigen Situationen geben das Gebet und das Gefühl, dass füreinander gebetet wird, Tragkraft.
Nachstehend einige Gedanken aus der Predigt.
Bezugnehmend auf das Bibelwort erläuterte der Apostel den Begriff des Dienens.
Nicht nur das Gebet in der Gemeinde und füreinander, auch das Gebet in anderen Situationen könne sehr hilfreich sein. „Schnell ärgert man sich über andere Menschen“, so der Apostel, „aber beten wir auch genauso schnell für die Menschen?“. Der Apostel forderte die Gemeinde in diesem Zusammenhang auf, auch für Regierungen um Weisheit und Gedanken des Friedens zu beten.
Wunderschöne Beispiele aus der heiligen Schrift sind dazu überliefert. Gemeinden konnten durch das Bekenntnis des Glaubens entstehen und gegründet werden. Eine wunderbare Botschaft ist: „Christus liebt dich und möchte ewige Gemeinschaft mit dir!“ Diese Botschaft gibt Orientierung und Trost. Das Bekenntnis des Glaubens muss nicht zwingend durch Worte geschehen. Das persönliche Handeln und das eigene Wesen sind ebenfalls sichtbare Zeugnisse dessen, was in einem Menschen lebt.
Dem Nächsten und dem Herrn zu dienen, sei es durch Zeiteinsatz, konkrete Hilfe oder finanzielle Spenden. Etliche Möglichkeiten wurden aufgezeigt, in welchem Rahmen dies möglich ist.
Dienet dem Herrn mit Freuden, heißt es im Bibelwort. Die Motivation zum Dienen ist wichtig, sagte dazu der Apostel. „Die Freude am Herrn, die Dankbarkeit ihm gegenüber und die Freude geliebt zu werden, ist die beste Motivation.“ Die Verheißung Gottes auf ein ewiges Leben mit ihm, ist ebenfalls Grund zur Freude.
Feier Heiligen Abendmahls und Heilige Versiegelung
Nach einem weiteren Vortrag des gemischten Chores: „Wo man froh den Vater lobet…“ bereitete der Apostel die Gottesdienstbesucher auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor.
Nach der Sündenvergebung trat eine junge Frau vor den Altar und empfing das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Anschließend feierte die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl.
Ruhesetzung eines Priesters
Der Männerchor trug das Lied: “Auf dich o Herr, vertrauet meine Seele“ vor. Der Inhalt des Liedes diente der Vorbereitung zu der Ruhesetzung von Priester Friedbert Kreß.
Mit herzlichen Worten würdigte der Apostel die jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit des Priesters. In vielen Aufgaben und Amtsgaben und auch in verschiedenen Gemeinden war er tätig. Er bestätigte ihm eine große Authentizität und eine echte Seelsorger-Funktion. Der Apostel nahm Bezug auf den Vortrag des Männerchores, wo es hieß: „Dem Herrn vertrauen“. Er bescheinigte dem Priester, dass er dies stets getan habe. Mit herzlichem Händedruck gab der Apostel dem Dank Ausdruck und setzte den Priester in den Ruhestand aus dem aktiven Dienst. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit gab es von den Vorstehern der beiden Gemeinden, wo er zuletzt tätig gewesen ist, einen Blumenstrauß.
Stellvertretender Vorsteher
Danach erfolgte eine weitere Amtshandlung. Durch eine krankheitsbedingte Auszeit des Gemeindevorstehers der Gemeinde Lauf/Pegnitz, wurde es erforderlich, dass zu seiner Entlastung und zur interimsmäßigen Leitung der Gemeinde, ein stellvertretender Gemeindevorsteher ernannt wurde. Priester Ronald Brehm aus der Gemeinde Nürnberg-Mitte sollte diese Aufgabe übernehmen. Der Apostel dankte für dessen Bereitschaft dazu und ernannte den Priester als stellvertretenden Vorsteher. Er bat um den Segen Gottes zu dieser neuen Aufgabe.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet. Anschließend konnten sich die Gottesdienstbesucher noch vom Apostel und den beiden anwesenden Bezirksämtern verabschieden. Dem Priester in Ruhe konnten gute Wünsche für den Ruhestand, und dem stellvertretenden Vorsteher die besten Wünsche für die neue Aufgabe übermittelt werden.
Text – Marita Münster
Fotos – Frank Leikam