Die Freude der Glaubensgeschwister war groß, als Apostel Arne Herrmann den gemeinsamen Wochengottesdienst der Gemeinden Wilhermsdorf, Neustadt a. d. Aisch und Bad Windsheim in Wilhermsdorf durchführte. Begleitet wurde er von dem Vorsteher des Kirchenbezirks Nürnberg, Jürgen Kleinschrodt und seinem Stellvertreter, Jürgen Braun. Auch die bereits zur Ruhe gesetzten Amtsträger, Apostel Dieter Prause, Bischof Udo Göhlmann, Bezirksältester Dieter Bossert und Evangelist Reinhold Lauber, nebst Ehefrauen, hatten sich zu dem Gottesdienst eingefunden.
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus Jesaja, Kapitel 62, Vers 10, zugrunde:
„Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!“
Nach dem Vortrag des Chorlieds, „Der Herr hat Zion erwählet“, ging der Apostel zunächst auf die Predigt des Stammapostels vom vergangenen Sonntag ein. Dabei hob er hervor, dass bei Allen, seien es Amtsträger oder Gemeindemitglieder, noch Unvollkommenheit vorhanden sei. Diese könne durch gegenseitige Unterstützung nach dem Motto, „Einer trage der anderen Last“, mit der Hilfe des Heiligen Geistes, der uns bei der Orientierung beistehe, gemeinsam überwunden werden.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes lenkte der Apostel den Blick auf das vorgelesene Bibelwort. Dieses habe sich an jene Israeliten gerichtet, die nicht in die Babylonische Gefangenschaft geraten waren und die Botschaft von der baldigen Heimkehr der Gefangenen erhalten hatten. Sie sollten als Wegbereiter für die Heimkehrer dienen. Unter diesen befanden sich viele, die auf Grund der Dauer der Gefangenschaft über Generationen hinweg von Ihrem Heimatland und der Stadt Jerusalem noch nichts oder nur wenig gehört hatten. Ins Geistliche übertragen, so der Apostel, bedeute dies für uns, die wir Teil der Kirche Christi seien, jenen, die nichts oder nur wenig von dieser wüssten, den Zugang frei zu machen. Gleiches gelte für jene, die einst zu uns gehörten, sich aber von der Kirche Christi entfernten. Ihnen sollten wir die Rückkehr erleichtern, indem wir Ihnen entgegen gingen und durch unseren Glauben und unser Verhalten eine glaubwürdige Orientierungshilfe seien. Dies geschehe durch den Gottesdienstbesuch und die Pflege eines gemeinsamen Gebetslebens. Auch dem Einssein nach außen hin komme eine besondere Bedeutung zu, vergleichbar mit einem hochgehaltenen Banner. Es sei wichtig, nicht auf dem eigenen Standpunkt zu verharren, sondern nach dem Vorbild des Vaters im Gleichnis vom Verlorenen Sohn, dem Nächsten mit offenem Herzen entgegen zu gehen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat er den Diakon Andreas Weber aus der Gemeinde Neustadt a. d. Aisch an den Altar und übertrug ihm zur Freude der versammelten Gemeinde das Amt eines Priesters.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Kirchenorgel, den Chor und die Veeh-Harfen Gruppe.
Bericht: H. und R. Hufnagel Bilder: R. Hufnagel