Am Mittwoch, den 03.07.2024, besuchte Apostel Arne Herrmann die Gemeinde Roth/Schwabach
Als Grundlage für die Predigt diente ihm der Vers 10 aus Jakobus 4:
„Demütigt euch vor dem Herrn, so wird Er euch erhöhen.“
Zu Beginn sang der Chor das Lied „Wirf Dein Anliegen auf den Herrn“.
Gott ist immer noch die Adresse, auf die wir alle Anliegen werfen können. Bei Gott können wir loslassen in dem Vertrauen, dass „Er es wohl machen wird“. Es war der Impuls, den der Apostel vom Chorlied erhielt und mit der Gemeinde sogleich teilte.
Demut
In diesem zuversichtlichen Kanon nahm er sich zugleich dem Thema „Demut“ an.
Wir meinen oft, dass Demut bedeutet, sich kleinzumachen und sich selbst gering zu schätzen. Der Apostel wies die Gemeinde aber darauf hin, dass Demut eigentlich bedeutet, den anderen groß zu machen.
Um dies zu verdeutlichen, verwies er auf die Schöpfungsgeschichte. Die Schlange ließ die ersten Menschen glauben, dass Gott sie klein halten wollte. Als diese daraufhin versuchten, mit Gott auf Augenhöhe zu kommen, zeigte das ihre mangelnde Demut vor Gott und führte zum Bruch mit unserem Schöpfer und zur Sünde. Gott aber liebt die die Menschen so sehr, dass Er sich demütigte, als er in Jesus Mensch wurde. „Was für eine Liebe!“, rief Apostel Herrmann aus. Gott schuf damit einen Weg, auf dem die Menschen wieder zu Ihm zurückkehren können. Wenn wir wissen, wie sehr uns Gott liebt, macht uns das wertvoll. Er will, dass wir wissen, was wir wert sind. Und so verwies der Apostel dann auch auf Jesus selbst: „Demut heißt auch, von Jesus zu lernen.“
Jesus lehrte die Menschen, dass Gott vollkommen und der Geber aller Dinge ist. Die Menschen sind im Gegensatz dazu unvollkommen und sind auf die Gnade Gottes angewiesen. Dies erkennen und auf Gott vertrauen, bedeutet auch „Demut vor Gott“. Wir sind erwählt Gotteskinder zu sein. Dies heißt gleichzeitig, unsere Gaben in Seinen Dienst zu stellen, damit auch andere Sein Heil erfahren dürfen. Wobei mit den anderen, also den Nächsten, nicht nur die gemeint sind, die wir kennen und mögen, sondern auch alle anderen Menschen.
Co-Predigt
Im Anschluss an die Predigt des Apostels, fasste der Vorsteher der Gemeinde Altdorf, Priester Christian Schmidt, diese mit einem Zitat zusammen: „Wer aufhört gut zu sein, hat aufgehört besser zu werden.“ Hatte Demut bisher für ihn etwas Niederdrückendes an sich, so erhielt es in der Predigt nun etwas Aufbauendes, so seine Worte.
Diakonin für die Gemeinde
Nach der gemeinsamen Abendmahlsfeier gab es für die Gemeinde noch eine große Überraschung. Apostel Herrmann berief Schwester Britta Drikos in das Amt der Diakonin. Ihr Mann ist bereits seit vielen Jahren Diakon der Gemeinde. Die Überraschung war gelungen.
Möge der Heilige Geist sie in ihrer Arbeit leiten und begleiten.
Text und Fotos – Conni Müller
Text und Fotos – Conni Müller