Zum Wochengottesdienst am 25.04.24 besuchten Apostel Arne Herrmann (Leiter des Apostelbereichs Heilbronn/Nürnberg) und Bischof Marco Metzger die Gemeinde Hersbruck.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Johannes 15, die Verse 9 bis 11 zugrunde:
„Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe. Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.“
Ein kleines Chorensemble trug nach dem Verlesen des Bibelwortes das Lied „Ich glaube an den Vater…“ vor. Hierauf nahm der Apostel zu Beginn seiner Predigt Bezug. Er erwähnte, dass die gesungenen Liedverse auf das altkirchliche Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel zurückzuführen seien, welches heute noch alle Christen weltweit verbinden würde. Der Heilige Geist habe dafür gesorgt, dass dieses Glaubensbekenntnis auch nach 1700 Jahren noch Bestand habe.
Die Betrachtungen zu dem vorgelesenen Bibelwort beschäftigten sich mit der Liebe Gottes. Der Apostel betonte, dass die vollkommene Liebe Gottes nicht nur seinem Sohn Jesus Christus galt, sondern auch uns Menschen gelte – und zwar bedingungslos. Kein Mensch müsse sich Gottes Liebe verdienen, sie sei ihm bereits geschenkt worden.
Gottes Liebe in seinen Geboten
Die Aufforderung Jesu, seine Gebote zu halten, sei keine Bedingung, um von Gott geliebt zu werden. Vielmehr können die Gebote als Chance angesehen werden, die Liebe Gottes ganz konkret und spürbar im persönlichen Leben zu erfahren. Sie seien eine Einladung, noch tiefer in Gottes Liebe einzutauchen.
Gottes Liebe versus menschliche Liebe
Bischof Metzger verglich die göttliche Liebe mit menschlicher Liebe und stellte heraus, dass menschliche Unvollkommenheiten die unabdingbare Liebe Gottes nicht schmälern würden. Er ermutigte die Gemeinde, die Freude darüber zu teilen. „Vollkommene Freude werden die Menschen erleben, wenn Jesu wiederkommt“, sagte der Bischof abschließend.
Der Apostel verwies in der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl noch einmal auf Gottes Liebe und betonte, dass diese bedingungslos gelte, sogar dann, wenn ein Mensch nicht daran glauben würde. Erlösung und Heil seien allerdings nicht bedingungslos. Sie bedingten den Glauben an Jesus Christus und die bewusste Annahme seiner Heilszuwendungen, insbesondere in Wort und Sakrament.
Anschließend empfing ein Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegelung, bevor die ganze Gemeinde Heiliges Abendmahl feierte.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele Gottesdienstbesucher noch die Gelegenheit, sich von Apostel, Bischof und dem Bezirksvorsteher zu verabschieden.
Text und Fotos – Marita Münster