Zur großen Freude der Glaubensgeschwister aus Neustadt a. d. Aisch und Wilhermsdorf führte Bischof Marco Metzger den gemeinsamen Wochengottesdienst am 10.04.2024 in der Gemeinde Wilhermsdorf durch. Begleitet wurde er vom Vorsteher des Kirchenbezirks Nürnberg, Jürgen Kleinschrodt. Auch etliche Gemeindevorsteher aus dem Bezirk Nürnberg waren nach Wilhermsdorf gekommen.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Psalm 139, Vers 16 zugrunde:
„Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war“
Mit der Feststellung, es tue gut, wenn wir nach des Tages Mühe eine Auszeit nehmen können und eine Pflege der Beziehung zu unserem himmlischen Vater in seinem Hause erleben dürfen, eröffnete der Bischof seine Predigt. Er fügte an, dass es sehr ungewöhnlich sei, wenn wir als Christen die Beziehung zu Gott dem Vater und seinem Sohn, Jesus Christus, nicht pflegten. Diese Beziehungspflege sei uns am besten möglich, wenn wir im Gottesdienst zusammenkommen. Gemeinsam zu beten, den Herrn zu loben und zu preisen, sowie heiliges Abendmahl zu feiern, seien wunderbare Momente der Beziehungspflege.
Im weiteren Verlauf der Predigt lenkte der Bischof den Blick auf den 139. Psalm, aus dem das zu Beginn vorgelesene Textwort stammt, wobei er zunächst einen der vorausgehenden Verse: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ zitierte. Es sei wunderschön, wenn wir als Christen sagen können: „Ich fühle mich permanent umgeben von unserem himmlischen Vater, von Jesus Christus und dem heiligen Geist, den wir in uns tragen“. "Aus dieser Gewissheit können wir Kräfte ziehen und mit den Situationen umgehen, die uns im Alltag begegnen."
Der liebe Gott habe uns schon gekannt bevor wir geboren worden seien. Er kenne nicht nur unsere momentane Situation, unsere Gedanken und Gefühle, sondern auch unsere Zukunft. „Alles ist in unserem Buch des Lebens festgehalten“ sagte der Bischof dazu. Der allmächtige Gott habe alles im Blick und wache über seinen Heilsplan, den er schon bereitet habe, ehe der Welt Grund gelegt worden sei. Dies mache uns hoffnungsvoll und lasse uns im Herzen ruhig werden.
Der Vorsteher der Gemeinde Nürnberg-Mitte, Harald Rösler, den der Bischof um einen Predigtbeitrag gebeten hatte, betonte, dass er den Gottesdienst als sehr tröstlich empfunden habe, weil ihm wieder einmal bewusst geworden sei, dass wir eine sehr persönliche Beziehung zu unserem großen und allmächtigen Gott haben. Dann zitierte er eine Aussage der Magd Hagar. „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13) und fügte an: „Auch wenn wir uns manchmal fühlen, als würden wir nicht gesehen oder wahrgenommen werden, sei es in Partnerschaften, im Berufsleben, in der Familie, wo auch immer, dann können wir dennoch gewiss sein, dass Gott uns sieht und unsere Namen kennt, die im Himmel angeschrieben sind.“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls endete der von der Orgel, vier Veeh-Harfen und dem Gemeindechor musikalisch umrahmte Gottesdienst, mit Gebet und Schlusssegen.
Anschließend hatten die Anwesenden Gelegenheit, sich vom Bischof und seinem Begleiter zu verabschieden.
Text: H. u. R. Hufnagel
Fotos: R. Hufnagel