Zum ersten Mal nach seiner Ernennung besuchte am 29. 02. 2024 Bischof Marco Metzger die Gemeinde.
Als Grundlage für seine Predigt verwendete er das Bibelwort aus Lukas 18, 29.30:
„Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben.“
Zu Beginn seiner Predigt nahm der Bischof Bezug auf die Begegnung von Jesu mit dem reichen Jüngling. Ihm fiel es schwer, seine Reichtümer aufzugeben und Jesus Christus nachzufolgen, um so das ewige Leben zu ererben. Auch von den Jüngern Jesu wurde berichtet, dass sie Sorge um das irdische Auskommen hatten. Sie hatten ja seinerzeit alles zurückgelassen, was sie besaßen, um Jesu nachzufolgen, berichtet die Bibel. Jesus ließ seine Jünger wissen, dass sie bereits in dieser Zeit alles vielfach wiederbekommen würden und in der kommenden Welt das ewige Leben ihr Lohn sei.
Persönliche Dinge aufgeben
Bezugnehmend auf das vorgelesene Bibelwort zeigte der Bischof auf, was es bedeutet, persönliche Dinge aufzugeben. Das angesprochene Haus symbolisiere den Ort, an dem man sich wohlfühle. Es sei auch ein Bild für Bequemlichkeit und Komfort. Wer Jesus Christus nachfolgen will, müsse seine persönliche Komfortzone immer wieder verlassen, so der Bischof. Die in der Bibel zitierte Familie repräsentiere das eigene Umfeld und die Gesellschaft. Hier gehe es darum, zwar Teil der Gesellschaft zu sein, aber nicht bedingungslos allen Trends und dem Mainstream zu folgen. Nichts und niemand solle uns davon abhalten, Jesus Christus zu folgen und seinem Wesen ähnlicher zu werden.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde Bezirksevangelist Jürgen Braun zu einer Co-Predigt aufgerufen.
Er sagte, dass er den Gottesdienst als eine Lehrstunde in moderner Bibelinterpretation empfunden habe. So sei das Haus oder die Familie eben nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Foto - Nils Kickert