Rosen schmückten den Altar der Gemeinde Nürnberg-Südwest.
Hier führte am Donnerstag, den 15. 02. 2024 Bezirksvorsteher Ralf W. Münster den letzten Gottesdienst vor seiner Zurruhesetzung am 18.02.2024 durch.
Rosen gelten oft als Zeichen für die Liebe. Die göttliche Liebe war ein allumfassendes Thema in diesem Gottesdienst. Der Predigt lag das Bibelwort aus Römer 8,35 zugrunde:
„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“
Der Bezirksapostel Michael Ehrich hatte dieses Bibelwort am Abend zuvor im Gottesdienst in der Gemeinde Auenwald-Unterbrüden als Grundlage für seine Predigt verwendet.
Nach dem vorgelesenen Bibelwort sang der Chor das Lied „Wirf Dein Anliegen auf den Herrn“.
„Warum wirft jemand sein Anliegen auf den Herrn?“, fragte der Bezirksälteste. Man solle sein Anliegen nicht einfach fallen lassen, oder nebenbei verlieren, sondern Kraft investieren um das Anliegen Gott zu geben. Dabei sei es auch wichtig, ihm das Anliegen zu überlassen und nicht doch wieder zurückzuholen und selbst den Ausgang bestimmen zu wollen, sagte er dazu. Der Bezirksvorsteher fragte: „Wer ist in der Lage, uns von ihm zu scheiden?“ Er kam zu dem Resümee: „Niemand und nichts kann uns scheiden, außer wir möchten das selbst!“
Bedeutsamer als alle Schwierigkeiten ist die Liebe Gottes. Sie ist größer als alle menschliche Vernunft, sagt die Bibel dazu.
Gottes Liebe
Gott sandte aus Liebe zu den Menschen seinen Sohn auf diese Welt. Göttliche Liebe ist allumfassend und nicht abhängig von dem Ansehen eines Menschen. Dazu führte der Bezirksvorsteher etliche Beispiele aus der Bibel an.
„Die göttliche Liebe soll keine Einbahnstraße sein, wir wollen Gott ebenfalls lieben, und auch unsere Mitmenschen so annehmen und achten, wie es auch Jesu getan hat“, so der Bezirksvorsteher. Gott ist kein strafender Gott, sondern ein liebender Gott. Jesus stellte in seinem Erdendasein die Liebe zu den Menschen in den Mittelpunkt seiner Lehre.
Nach Chorbeiträgen wurden die beiden stellvertretenden Bezirksvorsteher, Jürgen Braun und Jürgen Kleinschrodt, zu Co-Predigten aufgerufen.
Ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes war die gemeinsame Feier Heiligen Abendmahls.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen.
Dank auf beiden Seiten
Nach dem Gottesdienst wandte sich der Bezirksvorsteher an alle Versammelten und dankte ihnen für die Gemeinschaft an diesem Abend, aber auch die Jahrzehnte zuvor. Er dankte für die jeweilige Annahme in den Gottesdiensten und den vielen Begegnungen.
Auch der Vorsteher der Gemeinde Nürnberg-Südwest dankte im Namen der Brüder und Geschwister aus der Gemeinde und überreichte Präsente als äußeres Zeichen.
Eine weitere Überraschung
Eine freudige Überraschung bereiteten die Amtsträger und Vorsteher des Kirchenbezirkes. Fast alle Gemeinde-Vorsteher waren in diesem letzten Gottesdienst anwesend. Zum abschließenden Liedvortrag formierten sich die Brüder neben dem Altar zu einem Männerchorlied, welches vom Bezirksvorsteher dirigiert werden sollte und wurde.
Lauter Applaus krönte diesen schönen Abschluss.
Anschließend konnten sich noch alle Gottesdienstteilnehmer vom Bezirksvorsteher, seinen Stellvertretern und dem Gemeindevorsteher verabschieden und die besten Wünsche zum bevorstehenden Ruhestand des Bezirksvorstehers übermitteln.
Bericht – Nils Kickert
Fotos – Frank Leikam