Am Samstag, den 03.02.2024 unternahmen die Geschwister der Gemeinden Fürth und Wilhermsdorf einen Stadtspaziergang in Fürth. Das Motto war „Anekdoten und Kurioses aus der Kleeblattstadt“.
Begleitet wurden alle durch eine sehr gute Stadtführerin.
Nicht nur Fürths Geschichte stand bei diesem Gang durch die Altstadt im
Vordergrund, sondern auch amüsante Geschichtchen, ob wahr oder nicht so ganz wahr, sei dahin
gestellt.
Da geht es einmal um die ungleichen Schwestern Nürnberg und Fürth, deren
Reibereien, Streitigkeiten und Schlachten schon bei der Gründung begannen. Noch heute
bekriegen sich Nürnberger und Fürther, allerdings nur verbal als Fans der beiden
Fußballmannschaften.
Zum anderen ist die Altstadt voller Geschichten über Fürther Originale
wie Doris Krauß. Als Pfeifendurla (Pfeifndurla" oder "Pfeifn'durla) wurde die Fürtherin Doris
(Durla) Krauß (geb. 1848, gest. 24. Juni 1927 in Fürth) bekannt da sie, lange Pfeifen rauchend, durch
die Fürther Gaststätten zog. Nach ihr ist eine Gaststätte in der Fürther Gustavstraße benannt.
Die Besonderheit der Gustavstraße: Die Cafe- und Kneipenstraße ist von historischer
Bausubstanz geprägt und lädt sowohl tagsüber als auch abends zu Spaziergängen ein.
Fürth selbst hat wunderschöne Ecken und viel mehr zu bieten, als man denkt.
Es gibt viele Kopfsteinpflastergassen - besonders zauberhaft fanden alle die verwinkelte Pfarrgasse.
Viele liebevoll dekorierte Details an den Häusern und insbesondere das verwunschen
wirkende Eckhaus an der Oberen Fischerstraße machen diese Gasse zum perfekten Foto-Motiv.
Ein sehr schönes Motiv ist natürlich auch das Fürther Rathaus. Schon von weitem sieht man
den fast 52 Meter hohen Turm, dessen Gestaltung dem weltbekannten Palazzo Vecchio
nachempfunden wurde. Die Besonderheit ist: Jeden Tag um 12.04 h schlägt das
Glockenspiel die Takte 8-16 von Led Zeppelins Song „Stairway to heaven“ an.
Weiter ging es zum Synagogendenkmal, welches seit 1986 in der Geleitgasse zu sehen ist.
Es erinnert mit den kleinen Flammen an das ewige Licht in einer Synagoge, mit den großen Flammen
an die Menora, den siebenarmigen Leuchter. Die sieben Samen in der Schotenfrucht sollen
als Lebenssymbol die Hoffnung auf neues Leben des jüdischen Volkes nach dem Holocaust
zum Ausdruck bringen.
Als krönenden Abschluss fand dann das Mittagessen in der Gaststätte „Zum Tannenbaum“ in Fürth statt.
Allen Geschwistern hat es sehr gut gefallen und es wurde in den Raum gestellt – solch einen
Spaziergang könnten wir auch im Sommer mal unternehmen, zum Beispiel im Fürther Stadtpark, der ebenfalls
sehr sehenswert ist.
Also, die Planung geht weiter!