Zu dem Gottesdienst am 04. Oktober 2023 war auch die Gemeinde Wilhermsdorf eingeladen.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Psalm 24, Verse 3 und 4 zugrunde:
"Wer darf auf des HERRN Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug."
Bischof Metzger hielt zunächst noch einen dankbaren und kurzen Rückblick auf das Geschehen am Erntedank-Tag und den Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider.
Anschließend nahm der Bischof Bezug auf das vorgelesene Bibelwort. Er erläuterte, dass diese Passage dem Geschehen um den damaligen Einzug in das Heiligtum entnommen ist. Die Frage seinerzeit lautete: Wer darf auf den Zionsberg gehen und wer darf an der heiligen Stätte stehen?
Hände in Unschuld waschen
In diesem Kontext zitierte der Bischof Pontius Pilatus. Dieser sagte damals auch aus, dass er seine Hände in Unschuld gewaschen hatte. Ihm war offensichtlich bewusst, dass er nicht richtig gehandelt hatte.
Was ist ein reines Herz
Zu einem reinen Herz seien einige Aspekte unablässig, verriet der Bischof:
Glauben bedeutet im Willen Gottes stehen. Es ist notwendig sich auf den Weg zu begeben und den Berg zu ersteigen; auch wenn das ab und zu Mühe bedeutet. Es ist auch ein Wagnis sich auf den Glauben einzulassen. Denn was der Mensch glaubt, kann er nicht sehen und anfassen.
Hoffnung/Gottvertrauen bedeutet obwohl man nicht alles versteht, oder sehen kann, trotzdem Gott das Vertrauen auf die richtige Führung zu schenken. Wichtig sei es, den Glauben nicht durch äußere Einflüsse zerstören zu lassen und die felsenfeste Hoffnung auf das Glaubensziel nicht zu verlieren, so der Bischof.
Liebe – Die reinste Liebe ist die von Gott zu den Menschen. Ihr solle man nacheifern. Ein wesentliches Merkmal der reinen Liebe sei die Tragfähigkeit und die Unabhängigkeit von persönlichen Situationen, sagte der Bischof. Der Bischof riet noch, im Leben immer auf die Impulse Gottes zu achten.
Zur weiteren Wortverkündigung wurden Evangelist Rudolf Rossmann und anschließend Evangelist Rainer Kleinschrodt an den Altar gebeten.
Evangelist Rossmann beleuchtete noch einmal den Schwerpunkt der Liebe. Er ermahnte zur Nächstenliebe, zur Liebe zu Gott und Jesu, egal in welcher Situation. Er versicherte: „Liebe baut auf, Streit zerstört!“
Evangelist Kleinschrodt legte den Schwerpunkt auf die Hände und deren Unschuld. Er sprach davon, dass man mit den Händen schwere Schuld auf sich laden, aber auch starke Gebete vor Gott bringen könne.
Neuer Diakon für die Gemeinde
Zum Ende des Gottesdienstes bestätigte Bischof Metzger den Diakon Andreas Weber zur Mitarbeit in der Gemeinde Neustadt/Aisch. Er dankte ihm für seine Bereitschaft zur Mitwirkung.
Nach dem Gottesdienst nutzten die Geschwister noch gerne die Gelegenheit sich vom Bischof und dem Bezirksvorsteher zu verabschieden.
Der Gottesdienst wurde durch Orgel und Chor, gebildet aus den beiden Gemeinden, mitgestaltet.
Text – Marita Münster
Fotos – Armin Betz